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1. Das bisherige Regelwerk der International Steelshooting Association (aktuell in der Erprobung durch den BDS gem. § 5 AWaffV), German Chapter, steht in der Version 161029 hier zum Download als PDF zur Verfügung.

2. Das voraussichtlich neue (künftige Regelwerk für BDS SPEEDSTEEL (ISSA), Version 171013) steht hier zum Download als PDF bereit.

 

 

3. Es folgt hier das neue, künftig geplante Regelwerk (Version s.o.) im Volltext:

 

 

Regelwerk für

BDS SPEEDSTEEL (ISSA)

- Stahlschießen -

 

(Fassung vom 13.10.2017 

mit Änderungsnachweis gegenüber 170913)

 

 

 

 

BDS SPEEDSTEEL (ISSA)

Regelwerk

 

 

BDS SPEEDSTEEL (ISSA)

Regelwerk

 

Beim BDS SPEEDSTEEL (ISSA) wird auf optisch (z.B. durch Herabfallen, Umkippen, Verschwinden, Zerbrechen) und akustisch (durch Klang) reaktive Ziele geschossen. Einsatz von Zielen aus anderem Material (z. B. Ballone, Wurfscheiben, Kegel, Pappscheiben) ist, insbesondere im Training und aufgrund besonderen Standsituationen möglich.

 

Der Wettbewerb wird ausgetragen im direkten Vergleich (Shootoff) oder Bestzeitwettbewerb; Trefferanzahl- und Ringwertung können das ergänzen.

 

Fehlschüsse, Ablauffehler und die Abgabe von Mehrschüssen (bis zur jeweils ausgeschriebenen Höchstzeit/Höchstschusszahl) gehen mit Zeitverlust oder Zeitstrafen in die Wertung ein.

 

 

Bei Wiederholungsübungen desselben Aufbaus können Streichergebnisse gewährt werden, die nicht in die Wertung eingehen.

 

Randnummer

Inhalt

Seite

SPST 01

Teilnahmeberechtigung, Verhalten, Haftung

1

SPST 01.01

Teilnahmeberechtigung

1

SPST 01.03

Verhalten

1

SPST 01.03

Haftung

1

 

 

 

SPST 02

Zonen und Bereiche

2

SPST 02.01

Waffentragebereich

2

SPST 02.02

Schießstand

2

SPST 02.03

Schützenstand

2

SPST 02.04

Wartezone

2

SPST 02.05

Sicherheitszone

3

SPST 02.06

Waffenabstellbereich

3

 

 

 

SPST 03

Sicherheitsrelevantes Verhalten

4

SPST 03.01

Transport von Waffen

4

SPST 03.02

Ein- und Auspacken von Waffen, Entnahme aus dem Holster

4

SPST 03.03

Handhabung von Waffen

4

SPST 03.04

Laden

5

SPST 03.05

Sicherheitsabstand zum Ziel

5

SPST 03.06

Munitionshandhabung

5

 

 

 

SPST 04

Technische und umgebungsbedingte Einflüsse

5

SPST 04.01

Zustand von Schießstand und Umgebung

5

SPST 04.02

Coaching

6

SPST 04.03

Störungen

6

SPST 04.04

Standversagen

6

SPST 04.05

Waffenwechsel

6

 

 

 

SPST 05

Ausrüstung der Teilnehmer

7

SPST 05.01

Bekleidung

7

SPST 05.02

Holster

7

SPST 05.03

Ablagen, Hilfen

7

 

 

 

SPST 06

Technische Vorschriften

8

SPST 06.01

Visierungen

8

SPST 06.02

Magazine / Clips

8

SPST 06.03

Munition

8

SPST 06.04

Schützenstand

9

SPST 06.05

Ziele

9

SPST 06.06

Waffen

10

 

 

 

SPST 07

Matchablauf

10

SPST 07.01

Aufbau, Schießzeit

10

SPST 07.02

Startposition

10

SPST 07.03

Anschlag

11

SPST 07.04

Kommandos, Allgemeines

12

 

 

 

SPST 08

Ablauf

12

SPST 08.01

Vorbereitung auf das Match

12

SPST 08.02

Allgemeiner Ablauf und einzelne Kommandos

12

 

 

 

SPST 09

Wertung

16

SPST 09.01

Durchgänge

16

SPST 09.02

Zeitmessung

16

SPST 09.03

Gewinnerermittlung

16

 

 

 

SPST 10

Divisionen, Categories, Teams

17

SPST 10.01

Divisionen

17

SPST 10.02

Technische Diversifizierung

17

SPST 10.03

Categories

18

SPST 10.04

Teamwertung

18

 

 

 

SPST 11

Strafen

18

SPST 11.01

Kurzzeitstrafe

18

SPST 11.02

Höchstzeitstrafe, Nullwertung

18

SPST 11.03

Loss of string

18

 

 

 

SPST 12

Verwarnung

19

SPST 12.01

Gründe für Verwarnungen 1

19

SPST 12.02

Gründe für Verwarnungen 2

19

SPST 12.03

Loss of string neben Verwarnung

19

 

 

 

STSP 13

Disqualifikation

19

SPST 13.01

Gründe 

19

SPST 13.02

Totalausschluss 

20

 

 

 

SPST 14

Protest

20

SPST 14.01

Protest

20

SPST 14.02

Jury

21

SPST 14.03

Entscheidung

21

SPST 14.04

Folge und Rehabilitation

21

 

 

 

SPST15

Spezifikationen von Waffen und Munition

21

SPST 15.01

Allgemeines

21

SPST 15.02

Art, Typ und Einstufung von Waffen

22

SPST 15.03

Klassen

23

SPST 15.04

Beispiele

24

 

 

 

SPST 16

Funktionäre

24

SPST 16.01

Matchdirector

24

SPST 16.02

Rangemaster

25

SPST 16.03

Rangeofficer

26

SPST 16.04

Aufsicht

26

SPST 16.05

Helfer

26

 

SPST 01 Teilnahmeberechtigung, Verhalten, Haftung

SPST 01.01 Teilnahmeberechtigung und Voraussetzung

Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. mit gültiger Jahresbeitragsmarke im BDS-Ausweis. Angehörige anderer in- und ausländischer schießsportlicher Vereinigungen sowie Gäste können eingeladen/zugelassen werden; die Zulassungskriterien können durch BDS-Gesamtvorstandbeschluss geregelt werden.

Die Teilnahme am Wettkampf in Zentralfeuerdisziplinen mit der Kurzwaffe erfordert Holsterfertigkeit.

 

SPST 01.02 Verhalten

Alle Schützen haben die gesetzlichen Bestimmungen, die waffenrechtlichen Vorschriften der BRD einzuhalten und sich sportlich fair und nach diesem Regelwerk zu verhalten. Mit der Anmeldung an dem Wettbewerb erkennt der Teilnehmer dieses Reglement an.

 

SPST 01.03 Haftung

Der Veranstalter übernimmt keine wie auch immer geartete Verantwortung oder Haftung; die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Durch die Anmeldung verzichtet jeder Teilnehmer gegenüber dem Veranstalter, seinen Vertretern und allen Matchoffiziellen und Helfern auf Ansprüche wegen Rechtsverletzungen und auf Ersatz von jedweden Schäden, die er während der Veranstaltung erleiden sollte. Der Verzicht gilt nicht bei vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführten Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit und auch nicht, wenn eine Versicherung – gegenüber den genannten Matchoffiziellen regresslos - eintrittspflichtig sein sollte. Der Verzicht gilt auch nicht, soweit ein Dritter mit dem Verzichtsbegünstigten gesamtschuldnerisch haftet; diesen gegenüber darf der Teilnehmer aber nur dessen Haftungsquote geltend machen.

Der Schütze ist für alle Wirkungen, die durch von ihm gehandhabte Waffen verursacht werden, verantwortlich. 

Durch die Anmeldung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden damit, dass eine Speicherung und Verwendung seiner Daten für Zwecke des Wettkampfes erfolgt, und dass Foto- und Filmaufnahmen gemacht und in beliebigen Medien, insbes. Internet, Presse, Funk und Fernsehen, verbreitet und auch zu Werbezwecken verwendet werden. Persönlichkeitsrechte bleiben unberührt. Der volle Name des Schützen wird in Ergebnislisten in allgemein zugänglichen Medien veröffentlicht; jeder Schütze kann anonym (Pseudonym, Nickname) starten, wenn er dem Veranstalter seine Identität nachgewiesen und den („Robinson“)-Wunsch vor dem Match mitgeteilt hat.

 

Der Veranstalter kann bei der Matchregistrierung der Teilnehmer vor Ort eine schriftliche Erklärung entsprechenden Inhalts, einen Versicherungsnachweis als Startvoraussetzung verlangen; dasselbe gilt für den praktischen Nachweis der Holsterfertigkeit für Zentralfeuerkurzwaffenschützen, wenn nicht ein bestandener Sicherheits- und Regeltest nachgewiesen ist. Die Abnahme eines Fertigkeits-, Sicherheits- und Regeltestes wird vom Verband angeboten.

 

 

SPST 02 Zonen und Bereiche

SPST 02.01 Waffentragebereich

Der Waffentragebereich ist der Bereich auf der Schießanlage, in der sich Wettbewerbsteilnehmer mit der Waffe in Transportposition, im Holster oder unverschlossenen Behältnissen aufhalten dürfen. Er sollte eindeutig beschrieben sein und in der Wettbewerbsausschreibung und Aushänge bekannt gegeben werden.

Der Waffentragebereich muss den waffengesetzlichen Anforderungen genügen, die für den Inhaber des Hausrechts der Schießstätte gelten. In diesem Bereich kann der Hausrechtsinhaber allen Teilnehmern einer Veranstaltung das Führen von Schusswaffen (ohne eingesetztes Magazin und ohne gespannten Hahn) gestatten. Der Inhaber des Hausrechts kann Regeln vorgeben, die Munitionsarten, Schießzeiten und Bekleidung betreffen. Insbesondere kann die Sichtbarmachung von Zeichen, Tätowierungen, Ausrüstungs- und Kleidungstücken mit aggressiven oder diskriminierenden Aufschriften / Aufdrucken und/oder Symbolen, die auf politische Gruppenzugehörigkeit und/oder Gesinnung hindeuten, verboten werden.

 

SPST 02.02 Schießstand

Schießstand ist der Teil des Waffentragebereiches, der sich - auch ohne gesonderte physische Abtrennung - an den Schützenstand anschließt. Das Tragen einer Schutzbrille ist für jeden, der den Schießstand selbst betritt (Zuschauer, Schützen, Funktionspersonal), zwingend vorgeschrieben; ohne Brille kein Zutritt. Wird die Anwesenheit einer Person ohne Augenschutz festgestellt, ist das Schießen zu unterbrechen, bis diese Augenschutz angelegt oder den Schießstand verlassen hat.

 

SPST 02.03 Schützenstand

Schützenstand ist der Teil des Waffentragebereiches, in dem sich diejenigen Schützen unter Aufsicht des RO aufhalten, die aktuell den Wettbewerb austragen (Schießboxen, Feuerlinie).

 

SPST 02.04 Wartezone

Wartezone ist der Teil des Waffentragebereiches, der nahe des Schützenstandes (Schießboxen) für die Zeit des laufenden Schießens eingerichtet wird und als spezieller Bereich für den Aufenthalt des jeweils nächsten Schützen in Abrufbereitschaft dient.

 

 

 

SPST 02.05 Sicherheitszone

Sicherheitszonen sind allseitig begrenzte, gesondert markierte Zonen des Waffentragebereiches, in denen Waffen ein- und ausgepackt und gehandhabt werden dürfen.

SPST 02.05.01 Der Veranstalter ist für Aufbau und Lage einer ausreichenden Anzahl von Sicherheitszonen für den Wettbewerb verantwortlich. Sie sollen leicht erkennbar sein. Die Sicherheitszone soll in ihren Begrenzungen allseitig eindeutig markiert sein. In Sicherheitszonen soll sich ein Tisch befinden und die sichere Richtung und deren Begrenzung klar erkenntlich sein. Die Sicherheitszone ist mit einem Schild ,,Sicherheitszone“ und bei Beteiligung ausländischer Schützen mit der englischen Übersetzung ,,safety area“ deutlich sichtbar auszuweisen. Die sichere Richtung soll angezeigt sein.

SPST 02.05.02 Die Benutzung der Sicherheitszonen ist in nachstehender Weise gestattet, vorausgesetzt der Schütze bleibt mit der Waffe innerhalb der Begrenzungen und die Waffe zeigt in eine sichere Richtung:

 zum Ein- und Auspacken sowie Holstern ungeladener Schusswaffen, wenn sich keine Munition, leere Hülsen oder Pufferpatronen in oder an der Waffe und/oder in Halterungen/Behältern befindet, die mit der Waffe verbunden sind,

  • für Ziehübungen, das Leerabschlagen und das Wiederholstern ungeladener Schusswaffen,
  • zum Üben von Magazinwechseln bei Verwendung leerer Magazine und / oder zum Repetieren des Waffenverschlusses,
  • zur Durchführung der Inspektion, der Zerlegung, der Reinigung, der Reparatur und der Wartung von Schusswaffen, deren Bestandteilen oder anderen Zubehörs,
  • Ablegen/Abstellen von Waffen.

SPST 02.05.03 In der Sicherheitszone darf nicht mit Munition oder munitionsähnlichen Teilen (leere Hülsen, Pufferpatronen) hantiert werden (no ammo handling), weder lose noch in Magazinen oder Speedloadern.

SPST 02.05.04 In der Sicherheitszone darf Munition auch nicht an der Waffe oder in Halterungen/Behältnissen sein, die mit der Waffe verbunden sind. Wird Munition in für Munition bestimmten Verpackungen, Magazintaschen/Speedloaderhalter (am Gürtel oder in Taschen) sowie lose Munition in Behältnissen oder am Körper mitgeführt, darf diese nicht aus diesen Taschen / Behältnissen herausgenommen werden.

 

SPST 02.06 Waffenabstellbereich

Waffenabstellbereiche sind vom Veranstalter - insbes. für Langwaffen - innerhalb oder außerhalb einer allgemeinen Sicherheitszone ausgewiesene besondere Sicherheitszonen zur eingeschränkten Nutzung (keine Handhabung ausser Einpacken, Auspacken, Holstern, Abstellen/Ablegen Aufnehmen). Es gelten die allgemeinen Verhaltens-, Sicherheits- und Verbotsregeln für Sicherheitszonen.

In Waffenabstellbereichen sollen bei Langwaffenwettbewerben Ständer vorhanden sein. Hier dürfen Langwaffen mit Safety-Flag abgestellt werden.

SPST 03 Sicherheitsrelevantes Verhalten

SPST 03.01 Transport von Waffen

SPST 03.01.01 Kurzwaffen dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Schützenstand und Sicherheitszonen nur im Holster oder einem geschlossenen Behältnis transportiert werden.

Bei geholsterten Waffen darf der Hahn nicht gespannt und es darf kein Magazin eingesetzt sein.

SPST 03.01.02 Langwaffen dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Schützenstand und Sicherheitszonen nur in der „Transportposition“ (Bockflinten geknickt, andere Langwaffen mit der Mündung senkrecht nach oben oder unten, Sicherheitsfahne in die Kammer eingesetzt, kein entnehmbares Magazin eingesetzt) oder einem Behältnis transportiert werden. Das Aktivieren von Sicherungen ist nicht erforderlich.

 

SPST 03.02 Ein- und Auspacken von Waffen, 

Entnahme aus dem Holster

Alle Waffen dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Sicherheitszonen ohne Anordnung des RO oder Erlaubnis dieses Regelwerkes nicht aus dem Holster bzw. dem Transportbehältnis genommen oder darin verpackt werden.

 

SPST 03.03 Handhabung von Waffen

SPST 03.03.01 Die Mündung der Waffe darf im Wettkampf niemals mehr als 90 Grad von der geraden Richtung auf den Kugelfang abweichen. 

SPST 03.03.02 Überstreichen von Körperteilen mit der gedachten Verlängerung der Laufachse über die Mündung (Sweeping) ist verboten.

SPST 03.03.03 Bei Störungsbeseitigung auf dem Schützenstand muss die Waffe, wenn die Sicherheit nicht zuvor kontrolliert wurde, in die sichere Richtung (Kugelfang) zeigen. Der Finger muss dabei aus dem Abzugsbügel genommen werden.

SPST 03.03.04 Bei Wechsel des Anschlages muss die Waffe in die sichere Richtung (Kugelfang) zeigen. Der Finger muss dabei aus dem Abzug genommen werden. Die Waffe sollte gesichert werden. 

SPST 03.03.05 Das Aufheben einer heruntergefallenen Waffe darf außerhalb einer Sicherheitszone nur durch einen RO erfolgen. Hochnehmen einer Langwaffe in einem Waffenabstellbereich ist kein Aufheben in diesem Sinne.

SPST 03.03.06 Der Schütze darf den Kontakt zu seiner Waffe während der Übung nie aufgeben (Ablegen, Fallenlassen), es sei denn, die Waffe ist ungeladen und der Verschluss ist offen oder das Ablegen erfolgt unter Aufsicht des RO und nach „make ready /Fertigmachen“ um eine geforderte Startposition einzunehmen.

SPST 03.03.07 Pistolen (SA und DA) dürfen in fertig geladenem Zustand nur gesichert oder mit sichtbar entspanntem Hahn geholstert werden.

SPST 03.03.08 Revolver dürfen nur mit entspanntem Hahn geholstert werden.

 

SPST 03.04 Laden

SPST 03.04.01 Waffen dürfen nur auf Anweisung oder mit Erlaubnis eines RO geladen werden.

SPST 03.04.02 Der Ladezustand ist vom Vorhandensein von Munition in der Waffe und deren Ort in der Waffe abhängig.

Es kommt dabei nicht darauf an, 

  • ob ein Magazin eingesetzt ist oder
  • ob die Waffe gesichert ist oder 
  • ob der Hahn/die Schlagfeder gespannt, vorgespannt oder entspannt ist.

SPST 03.04.03 Geladen ist die Waffe, wenn 

  • eine Patrone im Patronenlager/Trommel befindlich ist (fertiggeladen) oder
  • ein in die Waffe eingebautes oder eingesetztes Magazin Patronen enthält oder eine Patrone im System der Waffe (Ladelöffelraum, Zuführungsraum befindlich ist (Teilgeladen).

SPST 03.04.04 Ungeladen ist die Waffe, auch wenn Patronen außen an der Waffe in einem mit der Waffe verbundenen - nicht eingeführten - Magazin oder Behälter oder Halter oder Vergleichbarem befindlich sind (Patronenhalter, Patronengurt).

 

SPST 03.05 Sicherheitsabstand zum Ziel

Hartziele dürfen nicht beschossen werden, wenn die Mündung bei Schussabgabe mit Kurzwaffenpatronen, Vogelschrot und Buckshot weniger als 7 Meter, bei Flintenlaufgeschossen (Slugs) 40 Meter und bei Büchsenpatronen 50 Meter vom Ziel entfernt ist. Bei durchdringbaren Zielen gibt es keinen Mindestabstand.

 

SPST 03.06 Munitionshandhabung

Der Transport von und das Hantieren mit Munition, auch das Laden von Speedloadern und nicht mit der Waffe verbundenen Magazinen, ist überall – außer in Sicherheitszonen – erlaubt. Das gilt auch für die Bestückung von Halterungen/Behältern (Patronenhaltern), die mit der Waffe verbunden sind, wenn dadurch die Waffe nicht geladen wird.

 

 

SPST 04 Technische und umgebungsbedingte 

Einflüsse

SPST 04.01 Zustand und Umgebung

Der Schießstand ist zu akzeptieren, wie er ist. Die Schützen haben keinen Anspruch darauf, dass besondere Ruhe herrscht, Umgebungsgeräusche unterdrückt oder abgeschirmt werden oder Rücksicht auf Ihre Konzentrationsphase genommen wird; gegebene Temperatur, Wetter und Lichtverhältnisse sind hinzunehmen, auch das Filmen und Fotografieren, sofern vom Veranstalter gestattet; Persönlichkeitsrechte bleiben davon unberührt.

 

 

SPST 04.02 Coaching

Coaching ist erlaubt und gilt nicht als Störung. Coaching kann vom RO verboten werden, wenn mehrere Schützen gleichzeitig schießen.

 

SPST 04.03 Störungen 

SPST 04.03.01 Störung des Ablaufes von Außen

Gezielte Störungen sind unsportlich und verboten. Störer können vom Stand verwiesen werden, Schützen nach diesem Regelwerk bestraft werden.

 

SPST 04.03.02 Waffen- und Munitionsstörungen

Waffen- und Munitionsstörungen gehen ausnahmslos zu Lasten des Schützen, auch beim Bruch von Waffenteilen.

 

SPST 04.03.02.01 Störung vor dem Start

Kann der Schütze eine Störung vor dem Start nicht innerhalb von 60 Sekunden nach der Verneinung der Frage „are you ready/ist der Schütze bereit“ beseitigen können, erhält er eine weitere Gelegenheit, die Störung innerhalb von 60 Sekunden zu beseitigen. Hilfe Dritter ist mit Erlaubnis des RO gestattet. Gelingt dies nicht, wird die gesamte restliche Übung als erfolglos geschossen (DNF, 0-Wertung oder Maximalzeit) bzw. alle offenen Strings als „LOSS“ gewertet.

 

SPST 04.03.02.02 Störung nach dem Start

Bei einer Störung nach dem Start wird der String so gewertet, wie er geschossen wurde.

 

SPST 04.04 Standversagen

SPST 04.04.01 Nachteil für den Schützen

Wird ein Schütze im Einzelwettkampf durch Standversagen benachteiligt, ist ihm ein Reshoot (für die gesamte betroffene Übung/Teilübung) anzubieten; der Schütze hat darüber unverzüglich und ohne Information über Zeit /Resultat zu entscheiden. Nimmt der Schütze den Reshoot an, wird das Ergebnis des Reshoot gewertet. 

SPST 04.04.02 Vorteil für den Schützen

Bei Standversagen zu Gunsten des Schützen hat es mit dem erzielten Resultat sein Bewenden. 

SPST 04.04.03 Standversagen im direkten Vergleich /Shootoff

Bei Standversagen wird der String wiederholt. 

SPST 04.04.04 Entscheidung über das Vorliegen von Standversagen

Ob Standversagen vorliegt, entscheidet der RO, ggf. der RM.

 

SPST 04.05 Waffenwechsel

Der Schütze hat im laufenden Wettkampf jederzeit, während eines Direktvergleichs einmalig, das Recht, einen Waffenwechsel vorzunehmen.

 

 

SPST 05 Ausrüstung der Teilnehmer

SPST 05.01 Bekleidung

SPST 05.01.01 Bekleidung, die dem Ansehen des Schießsports abträglich sein kann, ist verboten. Verboten ist auch sichtbar getragene Bekleidung mit Tarnmuster jeglicher Art sowie militärische oder paramilitärisch gestaltete Kleidungsstücke mit Ausnahme dienstlich getragener vollständiger Uniform von Angehörigen des öffentlichen Dienstes. Aggressive oder diskriminierende Aufschriften / Tattoos dürfen nicht sichtbar sein.

SPST 05.01.02 Das Schießen ohne Schuhwerk und/oder mit freiem Oberkörper ist unzulässig; Hosen und/oder Röcke dürfen nicht höher enden, als eine Handbreit über dem Knie.

Wenn mehrere Schützen von derselben Feuerlinie schießen, soll zum Schutz vor „Patronenfängern“

* die Oberkörperbekleidung hochgeschlossen,

und

* das Schuhwerk geschlossen sein.

SPST 05.01.03 Einzelheiten können im Kommentar zum Sporthandbuch des BDS-Standardprogramms geregelt werden.

 

SPST 05.02 Holster

SPST 05.02.01 Holster dürfen nur verwendet werden, wenn sie 

  • die geholsterte Waffe jederzeit, auch bei Bewegung des Schützen, sicher halten,
  • den Abzug der Waffe vollständig verdecken
  • auf der Körperseite der schussstarken Hand getragen werden,
  • hängend an einem in Höhe der Hüfte oder der Taille getragenen Gürtel befestigt sind, der an mindestens 3 Stellen, ggf. über einen Untergürtel, mit der Kleidung verbunden ist.

SPST 05.02.02 Der höchste Teil der Waffe muss mindestens auf Höhe der Oberkante des Gürtels sein.

SPST 05.02.03 Die Mündung der geholsterten Waffe darf nicht auf ein Körperteil des Schützen oder außerhalb eines Radius von einem Meter um den Schützen herum auf den Boden zeigen, wenn der Schütze in entspannter Haltung steht.

 

SPST 05.03 Ablagen, Hilfen

Munition und Ausrüstung darf überall am Körper des Schützen unterhalb des Kinns und auf, an und in beliebigen, auch an der Waffe befindlichen oder vom Schützen mitgeführten Halterungen und Ablagen bereit gehalten werden; solche dürfen die Bewegungsfreiheit anderer Schützen nicht beeinträchtigen.

 

 

 

 

SPST 06 Technische Vorschriften

SPST 06.01 Visierungen

SPST 06.01.01 Bei den Arten der Visierung wird zwischen offener Visierung (iron sights) und optischer Visierung (optical sights) unterschieden.

SPST 06.01.02 Offene Visierung

Unter den Begriff der offenen Visierung (iron sights) fallen alle Visierungen, bei denen der Blick des Schützen ununterbrochen durch einen offenen Sichtkanal fällt. Dies ist nur der Fall, wenn der Blick nach dem ersten, dem Schützen zugewandten Teil der an der Waffe befindlichen Visiereinrichtung über/durch die Visiereinrichtung in Richtung auf das Ziel durchgängig bis zum Auftreffen des Strahlenganges auf einem Korn oder dem Ziel nicht durch irgendein anderes Medium als die Luft geht (Beispiel: Kimme+Korn, Ghostring+Korn, Diopter – mit oder ohne Röhrchen – aber ohne Linseneinsatz, Leuchtfaden mit oder ohne Kimme).

SPST 06.01.03 optische Visierung

Jede andere Visierung/Zieleinrichtung, insbes. solche mit Linsen, Reflexscheiben oder Strahlen, gilt als „optische Visierung“ (optical sights). Es kommt dabei nicht darauf an, ob eine Größenveränderung des Zieles erfolgt oder Zielmarkierungen oder Zielhilfen sichtbar sind oder werden (Bsp: Adlerauge, Aimpoint, C-More, Doctor-sight, Zielfernrohr, Easy-Hit_PXS1000).

 

SPST 06.02 Magazine / Clips

SPST 06.02.01 Erlaubt sind alle für das sportliche Schießen am Wettkampftag und -ort rechtlich zulässigen Längen, Kapazitäten und Bauarten. 

SPST 06.02.02  In den „offenen" und „allgemeinen" Klassen dürfen - im Rahmen des Vorstehenden - Magazine beliebiger Bauart und Kapazität eingesetzt werden. In den „Standard“ Klassen muss die Magazinkapazität bei Kurzwaffen auf 20 Schuss begrenzt sein, bei Langwaffen auf 10. Es können weitere Beschränkungen ausgeschrieben oder gebrieft werden.

SPST 06.02.03 Sofern nicht anders vorgegeben können Patronen einzeln und lose geladen werden. Es sind, solange die Ausschreibung schweigt, Magazine, Speedlaoder, Clips, Ladehilfen und Patronenhalter in beliebiger Zahl erlaubt.

 

SPST 06.03 Munition

SPST 06.03.01 Es kann – im Rahmen der Standzulassung - jede gesetzlich zulässige Munition verwendet werden, deren Energie bei Kurzwaffenpatronen 1500 Joule 1 Meter nach der Mündung nicht überschreitet. 

SPST 06.03.02 Die Ausschreibung kann Beschränkungen (Obergrenze) der Ladung vorgeben (z.B. Power-Faktor, MIP) und Material und Art der Geschosse und der Geschossform vorschreiben oder deren Einsatz beschränken (z.B. Vollmantel, Teilmantel, Wadcutter, Bleigehalt, Vollmantelgeschosse, Teilmantelgeschosse).

SPST 06.03.03 Ein Mindestfaktor/Power Factor für die Munition ist nicht vorgeschrieben.

SPST 06.03.04 Unsichere Munition ist vom Wettkampf ausgeschlossen.

 

SPST 06.04 Schützenstand

SPST 06.04.01 Alle Ziele werden aus Schießboxen (mind. 90*90 cm) beschossen, die sich in einer Übung stets auf einer einheitlichen Entfernungslinie (,,Feuerlinie“) zu den Zielen befinden. Die Schießboxen werden durch eine entsprechende Kennzeichnung am Boden markiert. 

SPST 06.04.02 Der Schütze darf selbst oder mit seiner während des Schießens benutzten Ausrüstung bei der Schussabgabe den Rahmen überragen aber nichts vor oder seitlich außerhalb der Schießbox berühren. Im Falle der Einnahme einer liegenden Position, gilt eine etwa kleinere Schießbox als nach hinten auf 3 Meter verlängert.

SPST 06.04.03 In der Nähe der Box hat eine Ablage vorhanden zu sein. Hier können Munition, Zubehör und Waffenverpackung abgelegt werden. 

SPST 06.04.04 Kein Schütze hat Anspruch auf eine gegenüber dem Boden erhöhte Ablage, die während des Schießens für Ausrüstung oder Munition benutzbar ist.

 

SPST 06.05 Ziele

SPST 06.05.01 Material: Es finden Metallplatten in verschiedenen Formen und Größen Verwendung. Anstelle von Stahl können auch andere Ziele, z.B. Popper, Kegel sowie Kunststoffziele und/oder Papierscheiben eingesetzt werden. Es können auch Winkerbäume, Dreh-Ziele und Mover sowie Zielscheiben oder nicht zu treffende Ziele (no-shoot) eingesetzt werden.

SPST 06.05.02 Entfernung

Die zu beschießenden Ziele sollen sicher reproduzierbar positioniert werden. Das Auftauchen und die Art der Auslösung von Zielen, die nicht von Anfang an sichtbar sind, muss gebrieft werden.

Der Abstand zu den Zielen beträgt unter Beachtung der Mindestabstände für Hartziele, bis zu 300 Meter für Langwaffen im Büchsenkaliber, in der Regel

  • 15 Meter für Vogelschrotschüsse, 
  • bis-50 Meter für Kurzwaffen, Büchsen im Kurzwaffenkaliber und für Randfeuerpatronen,
  • 40-60 Meter für Slugs auf Hartziele.
    Es können Ziele in unterschiedlichen Entfernungen eingesetzt werden. Bei Wettbewerben im direkten Vergleich /Shootoff sind Ziele symmetrisch anzuordnen.

SPST 06.05.03 Sichtbarkeit, Kalibrierung 

SPST 06.05.03.01 Die zu beschießenden Ziele sollen gegen den Hintergrund gut erkennbar sein. Sie können metallisch blank oder farbig gestaltet sein. Kontrast zum Hintergrund kann auch durch Beleuchtung hergestellt werden. Nicht fallende Ziele werden für jeden Teilnehmer erneut gestrichen oder übersprüht. Das Stop-Ziel, soweit vorhanden, kann farbig markiert werden. 

SPST 06.05.03.02 Fallplatten sollen vor dem Wettkampf einheitlich kalibriert werden (Impulsgeber).

SPST 06.05.03.03 Über eine Nachkalibrierung und die Wertung des Strings, der zum Verlangen der Nachkalibrierung Anlass gab, entscheidet der Rangemaster.

 

SPST 06.06 Waffen

SPST 06.06.01 Es können alle vom sportlichen Schießen nicht ausgeschlossenen Waffen verwendet werden. Die Spezifikationen in diesem Regelwerk bestimmen die Zugehörigkeit zu einer Division.

SPST 06.06.02 Crossing

Dieselbe Waffe kann, wenn sie den jeweiligen klassenspezifischen Kriterien entspricht, mit oder ohne  Umbau in weiteren Klassen / Divisionen benutzt werden (z.B. in „Standard“ und „Any“, nicht aber in „Standard“ und „Open“). 

SPST 06.06.03 Unsicher erscheinende Waffen (z.B. nach Bruch oder bei Doppeln) sind vom Wettkampf auszuschließen, wenn der Schütze sie nicht in einen nachweislich sicheren Zustand bringen kann.

 

 

SPST 07 Matchablauf

SPST 07.01 Aufbau, Schießzeit

SPST 07.01.01 Eine Stage besteht aus einem oder mehreren Zielen. Der Aufbau und Ablauf werden die Teilnehmer vor der Stage, i.d.R. durch schriftliche Stagebeschreibung, gebrieft. 

SPST 07.01.02 Die Schiesszeit pro String beträgt maximal 30 Sekunden, solange Ausschreibung und Briefing schweigen.

Beim Shootoff kann der Schießleiter einen Abbruch des Strings durchführen, wenn er diesen 30 Sekunden zuvor angekündigt hat (Hornsignal empfohlen).

 

SPST 07.02 Startposition

SPST 07.02.01 Standard Startpostionen, stehend

Der Schütze steht in der Schießbox, mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang.

SPST 07.02.01.01 Kurzwaffe CF

„Lawman ready“ / Hand auf der Waffe: Die Waffe befindet sich ungeladen oder geladen und gesichert bzw. entspannt, im Holster. Die Schusshand befindet sich am Waffengriff, der Abzugsfinger ist lang außen am Holster; die Position der schwachen Hand ist beliebig.

SPST 07.02.01.02 Kurzwaffe RF

low ready“: Der Schütze hält die beliebig geladene Waffe im Voranschlag auf einen vorgegebenen, markierten Haltepunkt zielend. Die Waffe muss nicht gesichert sein.

 

 

 

SPST 07.02.01.03 Kurzwaffe mit Anschlagschaft und Langwaffe

Der Schütze hält die beliebig geladene Waffe im Schulteranschlag auf einen vorgegebenen, markierten Haltepunkt zielend. Die Waffe muss nicht gesichert sein.

SPST 07.02.02 Standard Startpostion, Langwaffe, liegend

Der Schütze liegt (oder sitzt) hinter seiner Waffe und hält die Waffe in beliebigem Ladezustand im Anschlag (aufgelegt oder freihändig, je nach Ausschreibung oder Briefing). Die Waffe muss nicht gesichert sein.

SPST 07.02.03. Alternative Startpositionen

SPST 07.02.03.01. Surrender

Der Schütze steht in der Schießbox mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang. Die Hände werden so über Schulterniveau gehalten, dass man von hinten die Handgelenke sehen kann. Die Waffe befindet sich  ungeladen oder geladen und gesichert bzw. entspannt im Holster.

SPST 07.02.03.02. Relaxed

Die Waffe befindet sich in  ungeladen oder geladen und gesichert bzw. entspannt im Holster. Beide Arme hängen locker herunter; die Hände greifen nicht an die Waffe.

SPST 07.02.03.03 Jagdähnlich

Der Schütze steht in der Schießbox mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang. Er hält die Waffe in beliebigem Ladezustand. Die Mündung zeigt in die sicherer Richtung, Höhe beliebig. Der tiefste Teil des Schaftes befindet sich nicht höher als der Hüftknochen des Schützen, muss den Schützen aber nicht berühren. Die Waffe muss nicht gesichert sein.

SPST 07.02.03.04 Gun on the rail, einhändig

Der Schütze steht in der Schießbox mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang. Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand und wird mit der schussstarken Hand gehalten. Sie ruht auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone, die Mündung weist in eine sichere Richtung. Das Handgelenk der anderen Hand befindet sich über Schulterhöhe.

SPST 07.02.03.05 Gun on the rail, beidhändig

Der Schütze steht in der Schießbox mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang. Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand und wird mit einer oder beiden Händen gehalten. Sie ruht auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone, die Mündung weist in eine sichere Richtung.

SPST 07.02.04. Abweichende Anordnungen

Die Ausschreibung oder das Briefing können den Ladezustand vorschreiben und/oder weitere abweichende Startposition, auch mit Positionierung der Hände, der Füße oder der Waffe an festgelegten Punkten (z.B. Balken, Tisch) sowie besonders ausgewiesene Haltepunkte vorgeben.

 

SPST 07.03 Anschlag

SPST 07.03.01 Geschossen wird stehend freihändig, Langwaffen und Kurzwaffen mit Anschlagschaft im Schulteranschlag. Die Waffe kann mit einer oder beiden Händen gehalten werden, wenn nicht einhändiger Anschlag (starke oder schwache Hand) vorgeschrieben ist. 

SPST 07.03.01.01 Der Schussarm, die Waffe und das Handgelenk dürfen im Stehend- und Sitzendanschlag durch Hilfsmittel weder gehalten noch gestützt werden.

SPST 07.03.01.02 Bei vorgeschriebenem einhändigem Anschlag darf die andere Hand den Schussarm nirgends stützen.

SPST 07.03.01.03 Bei körperlichen Einschränkungen werden vom Matchdirektor angemessene Abweichungen gewährt und ggf. Hilfsmittel erlaubt.

SPST 07.03.02 Bei Entfernungen von über 25 Metern zu mindestens einem Ziel ist die Einnahme eines knienden oder liegenden Anschlages, auch aufgelegt, nach dem Startsignal erlaubt. Während des Positions/Anschlagwechsels ist der Finger aus dem Abzugsbügel zu nehmen.

SPST 07.03.03 Die Ausschreibung oder das Briefing kann abweichende Anschlagsarten vorgeben, insbesondere einhändiges Schießen oder das Schießen an bestimmten Seiten eines Balkens.

SPST 07.03.04 Probeanschläge

Es sind im Rahmen des Fertigmachens Probeanschläge/Sightchecks - auch mit geladener Waffe - erlaubt.

 

SPST 07.04 Kommandos, Allgemeines

SPST 07.04.01 Kommandos werden in Deutscher Sprache erteilt. Sie sollen in Englischer Sprache gegeben werden, wenn aus Sicht des RO sicher ist, dass alle Schützen diese verstehen oder ein Schütze darum bittet.

SPST 07.04.02 Die einzelnen Kommandos werden im Rahmen der Erklärung des Ablaufes (Ziffer 8) beschrieben.

 

 

SPST 08 Ablauf

SPST 08.01 Vorbereitung

Probeschüsse hat der Schütze im Rahmen der Matchvorbereitung zu erledigen. Der Veranstalter kann eine gesonderte Gelegenheit Zeit/Bahn zum Probeschiessen (sighting in) bereitstellen.

 

SPST 08.02 Allgemeiner Ablauf und einzelne Kommandos

SPST 08.02.01 Auftaktkommando 

„Shooters in the box /  Stände einnehmen!“

  • Mangels Vorgabe oder Losentscheid weist der RO die Box zu. Der Schütze begibt sich in die Schießbox und stellt sich mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang.  
  • Die Waffe ist verpackt oder befindet sich im Holster oder - bei Langwaffen - in Transportposition.

 

 

 

 

SPST 08.02.02 Kommando zum Auspacken der Waffen

„Unbag / Auspacken“

Die Waffen werden ausgepackt und abgelegt; Kurzwaffen können geholstert werden.

 

SPST 08.02.03 Kommando zur Vorbereitung auf das Schiessen

„Load and make ready / Laden und fertig machen!“

  • Die Schützen haben 60 Sekunden Zeit, sich auf den String /Run /Durchgang  vorzubereiten, Probeanschläge /Sightchecks zu machen, die Waffe mit beliebig vielen Patronen zu laden,  Reservemagazine, Speedloader und Nachlademunition zu positionieren und die Relaxed-Position oder die Startposition einzunehmen.
  • Dasselbe gilt, auch ohne gesondertes Kommando, wenn nach beendetem Run ein weiterer String / Run  nach dem geschossenen String / Run zu schießen ist, ohne dass ein Boxen- oder Standwechsel zu erfolgen hat.

 

SPST 08.02.04 Kommando zum Herstellen der Startbereitschaft

„Are you ready / Ist der Schütze (sind die Schützen) bereit?“

Wenn der Schütze / alle Schützen die Relaxed-Position (oder die Startposition) eingenommen haben, folgt die Frage „Are You Ready /ist der Schütze bereit?“ Spätestens jetzt haben die Schützen selbständig die Startposition einzunehmen. 

Ist ein Schütze nicht bereit, muss er auf diese Frage sofort mit „No/Nein“ oder ,,Nicht bereit“/Not ready“  antworten. Ihm wird dann Gelegenheit gegeben, seine Bereitschaft innerhalb von 60 Sekunden herzustellen und die Startposition einzunehmen. 

Widerspricht kein Schütze auf die Frage „Are you ready /ist der Schütze bereit“, erfolgt - nachdem der Schütze / alle Schützen die Startposition eingenommen haben das Kommando „Stand By /Achtung“. Dies kann auch unverzüglich gegeben werden, wenn der Schütze selbst durch „ready / bereit“ Bereitschaft meldet.

 

SPST 08.02.05 Kommando bei Beginn der Vorlaufzeit vor dem Start

Standby / Achtung!

Kein Schütze darf seine Arm- oder Körperposition mehr verändern. Das Startsignal (Art des Signals wird in der Ausschreibung beschrieben oder gebrieft), mit dem die Schießzeit beginnt, erfolgt innerhalb von 7 Sekunden.

 

SPST 08.02.06 Kommando für den Beginn des Schießens

Start!“ oder Startsignal

Nach dem Startsignal darf geschossen werden. 

Die Ziele dürfen, soweit die Ausschreibung schweigt, in beliebiger Reihenfolge beschossen werden. Das Beschießen mehrerer Ziele mit demselben Schuss ist erlaubt, erfolgreicher Beschuss (Doppeltreffer) stellt kein Standversagen dar und wird nicht bestraft.

 

SPST 08.02.07 Obligatorischer Reload

Mangels abweichender Ausschreibung oder Stagebriefing ist, außer bei Repetierbüchsen, in jedem String nach dem ersten und vor dem letzten Schuss, beim Shootoff und Fallplattenschießen nach dem Fall der ersten eigenen Platte und vor dem Fall der letzten eigenen Platte im String, ein Nachladen / Reload durchzuführen. Hierzu ist mindestens eine Patrone in die Waffe nachzuladen, bei Revolvern ist zusätzlich mindestens eine Patronenhülse aus der Trommel zu entfernen.

 

SPST 08.02.08 Kommandos zur Beendigung des Schießens

SPST 08.02.08.01 „Stop / Halt / Feuer halt!“

Das Schießen ist von allen Beteiligten ohne Rücksicht auf den Wettkampf und die Situation sofort einzustellen, der Finger ist aus dem Abzugsbügel zu nehmen, die Waffe ist zu sichern und weiter in die sichere Richtung zu halten und das Kommando des RO abzuwarten. Die Schützen bewegen sich nicht.

SPST 08.02.08.02 „Cease fire / Feuer einstellen!“

Beendet das Schießen im String /Run, wenn die Übung / der String /Run regulär beendet ist, die Höchstschusszahl abgegeben oder die Höchstzeit erreicht wurde und ein Schütze dennoch weiter schießt. Das Schießen ist einzustellen. Entladen und geöffnetes Ablegen sowie Holstern ist erlaubt.

 

SPST 08.02.09 Kommandos zum Herstellen von Sicherheit 

nach dem letzten String oder vor dem Boxenwechsel

SPST 08.02.09.01 Herstellen von Sicherheit, Teil 1 

„Unload and show clear / Entladen und leer vorzeigen!“

Der Schütze entlädt die Waffe und zeigt das leere Patronenlager / Trommel vor. Lässt sich eine Hülse/Patrone nicht durch Repetieren aus dem Lager entfernen, entscheidet der RO, wie zu verfahren ist.

 

SPST 08.02.09.02 Herstellen von Sicherheit, Teil 2

SPST 08.02.09.02.01 Bei Zentralfeuerkurzwaffen: 

„If gun clear, close gun, hammer down, holster / Wenn die Waffe leer ist, Waffe schließen, abschlagen, holstern!“

Pistolenschützen schließen den Verschluss der Waffe, schlagen den Hammer in Richtung Kugelfang ab und holstern die Waffe. 

Revolverschützen schwenken die leere Trommel ein und holstern oder verpacken die Waffe.

 

SPST 08.02.09.02.02 Bei Zentralfeuerlangwaffen: 

„If gun clear, close gun, hammer down, open action, transport-position or bag the gun/ Wenn die Waffe leer ist, Waffe schließen, abschlagen, Verschluss öffnen, in Transportposition bringen oder verpacken!“

Zentralfeuerlangwaffen werden in Richtung Kugelfang abgeschlagen und danach in Transportposition (SPST 03.01.02) gebracht.

 

 

 

SPST 08.02.09.02.03 Bei Randfeuerwaffen: 

„If gun clear, open action, bag the gun or transportposition / Wenn die Waffe leer ist, Verschluss öffnen, verpacken oder in Transportposition bringen!“

Bei KK-Waffen wird zur Schonung des Patronenlagerrandes das Leerabschlagen nicht verlangt, stattdessen wird der Verschluss offen fixiert oder ein Sicherheitsfahne eingesetzt. Hat der Schütze kein Holster, wird die Waffe statt des Holsterns offen oder mit Sicherheitsfahne in ein Behältnis gelegt und dieses geschlossen.

 

SPST 08.02.10 Kommandos und Ablauf bei Platz- oder Boxenwechsel

„Change boxes / Boxenwechsel“ oder „Change Position / Positionswechsel!“

SPST 08.02.10.01 Vor dem Boxwechsel ist Sicherheit herzustellen. 

SPST 08.02.10.02 Die Box wird auf Kommando verlassen. Kurzwaffen sind beim Boxwechsel zu holstern oder zu verpacken, bei Langwaffen ist die Transportposition einzuhalten.

SPST 08.02.10.03 Bei mehreren Schützen nimmt der Schütze, der in der linken Box geschossen hat, den geraden Weg zur linken Seite der rechten Box, der Schütze, der aus der rechten Box kommt, verlässt seine Box ebenfalls nach rechts und nimmt den Weg zur hinteren Seite der linken Box.

SPST 08.02.10.04 Boxenwechsel im direkten Vergleich /Shootoff

Platzwechsel erfolgen nach dem vorgesehenen Disziplinablauf. 

Die Schützen wechseln in den Kurzwaffendisziplinen die Boxen einmal, und zwar nach dem ersten (2 Gewinnstrings) bzw. dem zweiten (3 Gewinnstrings) von einem Schützen gewonnenen String. Bei Langwaffendivisionen kann die Ausschreibung dies vorsehen oder der RO hierzu anweisen.

 

SPST 08.02.11 Kommando zur Beendigung der Stage

„Leave the box / Stand räumen!“

Auf das Kommando hin wird der Schützenstand durch die Schützen geräumt.

 

SPST 08.02.12 Kommando zur Freigabe der Schießbahn

„Range is clear / Sicherheit!“

Die Bahn wird mit diesem Kommando durch den RO als sicher freigegeben. Waffen dürfen nicht gehandhabt werden.

 

SPST 08.02.13 Schutzkommando bei Hot Range

„Range is hot, cross your arms / Hot Range, Arme verschränken!“

Schütze ist mit geladener Waffe an der Feuerlinie und Personen (Helfer) sind auf der Range. Schütze hat die Arme vor der Brust zu verschränken und so zu halten. Handhaben (Auspacken bzw. Berühren) von Waffen ist verboten. Das Kommando des RO ist abzuwarten.

 

SPST 08.02.14 Kommando zur Ablaufunterbrechung

„Relax / Entspannte Haltung einnehmen!“

Schützen entspannen sich, Arme locker herabhängend, und warten auf ein Kommando des RO.

 

SPST 09 Wertung

SPST 09.01 Durchgänge

SPST 09.01.01 Es können mehrere Wertungsdurchgänge einer Stage ausgeschrieben werden, auch aus verschiedenen Boxen oder Entfernungen. Die Ausschreibung kann in diesem Fall Streichergebnisse ermöglichen. 

SPST 09.01.02 Es kann eine maximale Schusszahl, eine Höchstschiesszeit und eine Höchstzeit (incl. Strafzeiten) für einen String festgesetzt werden.

 

SPST 09.02 Zeitmessung

Die Zeitnahme erfolgt akustisch mittels Timer auf die Hundertstelsekunde genau. Der letzte Schuss stoppt die Zeit. Gibt es ein Stop-Ziel, darf der letzte Schuss kein anderes Ziel treffen, als dieses. Der RO gibt das Ergebnis (Zeit und Fehler) nach jedem String bekannt; der Teilnehmer soll die Zeitanzeige sehen können.

 

SPST 09.03 Gewinnerermittlung

SPST 09.03.01 Zeitwettbewerb

Die Summe aller String-Zeiten der Stage ergibt, unter Beachtung etwaiger Strafzeiten, die Gesamtzeit. Die schnellste Gesamtzeit aller Stages gewinnt das Match.

SPST 09.03.02 Shootoff

SPST 09.03.02.01 Ein direkter Vergleich /Shootoff geht über 2 Gewinnstrings, wenn keine andere Anzahl ausgeschrieben ist (best of three).

SPST 09.03.02.02 Entscheidung im String

SPST 09.03.02.02.01 Sieg:

Der Schütze, der das gesondert gebriefte, ansonsten das den Zielen des Mitbewerbers am nächsten stehende Ziel, als erster zu Fall bringt, nachdem er alle übrigen der ihm zugewiesenen Ziele ausschreibungsgemäß so beschossen hat, dass diese fallen, gewinnt den String. Dies gilt auch, wenn die letzte Platte mit demselben Schuss wie die vorletzte Platte getroffen wird oder vor der vorletzten Platte fällt, wenn der Schütze nach dem Schuss auf die letzte Platte keinen weiteren Schuss mehr abgibt.

SPST 09.03.02.02.02 Verlust:

Eine Regelverletzung mit Verwarnung oder ein mit Strafzeit bewehrter Regelverstoß führt zum Sieg des anderen Schützen im String, ebenso

  • der Fall der nach der Regel zuletzt zu Fall zu bringenden Platte vor dem Fall der übrigen Platten oder dem Nachladen, ohne dass die Situation 9.3.2.2.1, Satz 2 vorliegt.
  • Beschießen einer Platte des Gegners.

SPST 09.03.02.03 Siegerermittlung im Match

SPST 09.03.02.03.01 Der Matchwinner wird im Doppel-KO-System, vorzugsweise im „Round-Robin“-Modus „Jeder gegen Jeden“ ermittelt; gemischter Einsatz der Systeme ist möglich. Über Squadzugehörigkeit und Plätze entscheidet das Los.

SPST 09.03.02.03.02 Bei mehreren Squads werden Sieger und Platzierte aus den Squadsiegern, bei 2 Squads aus den jeweils beiden Bestplatzierten jeder Squad, ohne Fortschreibung der Squadwertung in einem Finale ermittelt.

Bei nur einer Squad werden Sieger und Platzierte - unter Fortschreibung der Squadwertung - nach einem Finale der drei Besten ermittelt.

SPST 09.03.02.03.03 Siegerfeststellung

Sieger im Doppel-KO-System ist, wer nicht mehr als einen Direktvergleich verliert.

Sieger im Direktverleichs-Modus /Shootoff ist der, 

- die meisten Direktvergleiche gewonnen hat, bei dann bestehendem Gleichstand

- der, der während des Matches weniger Strings im Verhältnis zu den gewerteten Direktvergleichen (auch Freilose) verloren hat, bei dann bestehendem Gleichstand

- der, der den direkten Vergleich der Gleichstehenden gewann.

SPST 09.03.03 Trefferanzahlwettbewerb, Ringzahlwettbewerb

Der Schütze, der innerhalb der jeweiligen Höchstschießzeit die höchste Anzahl von Treffern /Ringen gemäß der Ausschreibung über alle Stages erzielt hat, gewinnt.

SPST 09.03.04 Stechen

Bei Gleichstand wird der Sieg durch Stechen ermittelt oder der Sieg geteilt. Die Art des Stechens bestimmt der Matchdirektor.

SPST 09.03.05 Ergebniskontrolle

Es liegt in der Verantwortung eines jeden Teilnehmers, seine Wertung zu kontrollieren, bevor er den Wertungszettel unterschreibt. Nach Unterschrift von RO und Teilnehmer besteht kein Anspruch auf Prüfung und Änderung der Feststellungen mehr.

 

 

SPST 10 Divisionen, Categories, Teams

SPST 10.01 Divisionen

Die Ausschreibung beschreibt die zur Wertung gelangenden Divisionen. Es kann die Verwendung mehrerer Waffen, auch auf einer Stage, vorgesehen werden (multiple-gun-match).

Für die Divisionen können neben der Einzelwertung auch Teamwertungen und Wertungen in Kategorien ausgeschrieben werden.

 

SPST 10.02 Technische Diversifizierung

Es kann bei den Divisionen in der Ausschreibung und Wertung unterschieden werden zwischen 

  • den Waffenarten Kurzwaffe und Langwaffe,
  • bei den Kurzwaffen zwischen Pistolen und Revolvern sowie Kurzwaffen mit Anschlagschaft/Chassis/Carabineconversion,
  • bei den Langwaffen zwischen Flinten und Büchsen,
  • bei Flinten zwischen Einzelladern, Selbstladern und Repetierern,
  • bei Büchsen zwischen Selbstlade- und Repetierbüchsen,
  • bei den Munitionsarten zwischen Zentralfeuerpatronen und Randfeuerpatronen,
  • bei den Zentralfeuerpatronenarten für Langwaffen zwischen Pistol-Caliber und Rifle-Caliber
  • bei den Visiereinrichtungen bei allen Waffen zwischen offener und optischer Visierung. 

Zusammenlegung von Divisionen (Combi-Division) ist möglich.

 

SPST 10.03 Categories

Als Einzelwertung können vom Veranstalter – neben Overall - folgende Categories (ab 5 Meldungen) anerkannt werden:

Lady (weibliche Teilnehmer am ersten Matchtag älter als 20 Jahre)

Junior (am ersten Matchtag nicht älter als 20 Jahre)

Senior (am ersten Matchtag älter als 55 Jahre)

Supersenior (am ersten Matchtag älter als 65 Jahre).

 

SPST 10.04 Teamwertung

Ab drei Meldungen sind Teamwertungen möglich. Mindestens drei und höchstens vier Schützen bilden ein Team. Die Ergebnisse der drei besten Teammitglieder werden addiert.

 

 

SPST 11 Strafen

SPST 11.01 Kurzzeitstrafe

Eine Strafzeit von 3 Sekunden wird verhängt bei folgenden Situationen:

  • nicht getroffenes gebrieftes Ziel (Miss),
  • nich korrigierter Treffer auf Ziel aus falscher Position,
  • Verändern von Arm- oder Körperposition nach dem Kommando „Stand By/Achtung“ vor dem Startsignal (Creeping), 
  • Kontakt mit Standmaterial ausserhalb der Box bei der Schussabgabe,
  • sonstiger Ablauffehler (Verletzung von Regel oder Briefingvorgabe).

 

SPST 11.02 Höchstzeitstrafe, Nullwertung

Eine Strafzeit von 30 Sekunden bzw. Nullwertung (Treffer, Ringe) wird verhängt bei folgenden Situationen:

  • Stop-Ziel-Miss,
  • Treffer auf ein anderes Ziel als das Stop-Ziel nach dem ersten Treffer auf das Stop-Ziel,
  • kein Start trotz Startsignal,
  • nicht rechtzeitiges Einnehmen der korrekten Startposition nach Aufforderung.

 

SPST 11.03 Loss of string

Im direkten Vergleich/Shootoff wird anstatt einer Strafzeit der String als verloren gewertet.

 

SPST 12 Verwarnung

SPST 12.01 Gründe für Verwarnungen 1

Eine Verwarnung wird verhängt bei

  • wenn der Schütze außerhalb einer Übung mit einer ungeladenen aber gespannten Waffe im Holster außerhalb der Sicherheitszone angetroffen wird,
  • wenn der Schütze mit einer ungeladenen Waffe im Holster mit eingesetztem Magazin außerhalb der Sicherheitszone angetroffen wird,
  • wenn der Schütze mit einer ungeladenen Langwaffe ohne eingesetztes Safetyflag außerhalb der Sicherheitszone angetroffen wird,
  • wenn die Mündung der geholsterten Waffe auf ein Körperteil des Schützen zeigt.

 

SPST 12.02 Gründe für Verwarnungen 2

Eine Verwarnung wird auch verhängt,

  • nicht rechtzeitigem Einnehmen der Startposition (Box) nach Aufruf,
  • regelwidriges Laden in der Schießposition,
  • bei Überschreiten der Zeit für die Herstellung der Startbereitschaft,
  • bei Probeanschlägen nach Untersagung auch den RO,
  • bei Schussabgabe nach dem Kommando „Achtung/Stand By“ und vor dem Startsignal (Frühstart)
  • wenn der Schütze den Finger bei Positions/Anschlagswechsel und/oder Störungsbeseitigung nicht aus dem Abzugsbügel nimmt,
  • bei Fehler beim Positionswechsel (z.B. falsche Richtung), wenn es dabei zu Berührung des RO, des anderen Schützen oder dessen Ausrüstung kam
  • regelwidriges Verlassen der Schießbox mit geladener Waffe (im Holster) während der Übung.

 

SPST 12.03 Loss of string neben Verwarnung

Im direkten Vergleich/Shootoff wird zusätzlich zur Verwarnung nach 12.02 der String als verloren gewertet.

 

 

STSP 13 Disqualifikation

SPST 13.01 Gründe

SPST 13.01.01 Eine Disqualifikation erfolgt,

  • bei potentiell gefahrenrelevantem Sicherheitsverstoß, insbesondere bei Verstoß gegen die Regeln über das Verhalten in der Sicherheitszone (02.05.) und bei regelwidrigem Hantieren mit Waffen außerhalb der Sicherheitszone (03.01-03.05).

 

SPST 13.01.02 Ebenso erfolgt die Disqualifikation

  • wenn die Waffe mehr als 90° zur Kugelfangmitte ausgeschwenkt wird, ausser die Waffe zeigt beim Ziehen oder Wiederholstern entgegen der Kugelfangrichtung noch innerhalb eines Radius von 1 Meter, von den Füßen des Teilnehmers, auf den Boden, 
  • wenn der Schütze eine geladene Waffe fallen lässt,
  • wenn der Schütze eine zu Boden gefallene Waffe ohne Erlaubnis eines Range Officer aufhebt,
  • wenn der Schütze mit geladener Waffe im Holster außerhalb einer Übung angetroffen wird,
  • bei unbeabsichtigter Schussabgabe, insbes. beim Nachladen oder einer Störungsbeseitigung oder nach „show clear“,
  • bei Geschosseinschlag innerhalb von 3 m vor der Schießbox, wenn nicht ein Ziel regelgerecht beschossen wurde,
  • Schiessen auf ein Ziel aus einer Entfernung, die geringer ist, als der Sicherheitsabstand,
  • bei Schiessen vor der Abfrage „Are you ready/Ist der Schütze bereit“.

 

SPST 13.01.03 Der Schütze wird ebenfalls disqualifiziert

  • bei Sweeping (überstreichen von Körperteilen mit der mündungsseitigen Verlängerung der Laufseele) mit der Waffe, wenn dies nicht beim Ziehen oder Wiederholstern einer Waffe geschieht, vorausgesetzt, die Finger des Teilnehmers befinden sich deutlich außerhalb des Abzugsbügels,
  • wenn der Schütze die Waffe im Holster entsichert oder eine geladene, ungesicherte und gespannte Waffe holstert,
  • bei der zweiten Verwarnung auf derselben Stage oder in demselben String beim direkten Vergleich/Shootoff,
  • bei der zweiten Verwarnung zu einem Vorgang, weswegen bereits verwarnt wurde.

 

SPST 13.01.04 Der Schütze wird in vorstehenden Fällen für die laufende Division und den weiteren Wettkampf von der Teilnahme ausgeschlossen.

 

SPST 13.02 Totalausschluss

Der Schütze wird für alle Divisionen, auch die bereits geschossenen, disqualifiziert,

  • bei bei Schaffung einer konkreten Gefahrenlage,
  • bei grob unsportlichem Verhalten,
  • wenn der Schütze unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Schießen teilnimmt.

 

 

SPST 14 Protest

SPST 14.01 Der Protest

Ein Protest ist innerhalb einer Stunde nach dem Vorfall (Strafe, Funktionärsentscheidung, Nichtahndung von Regelverstoß, Regelverstoß, Fehlerhafte Wertung), der dem Protest zugrunde liegt, schriftlich beim Match Director oder dem von ihm benannten Funktionär einzureichen. 

Ist der Schütze an der Protesteinlegung gehindert (weitere zu schießende Stages derselben Division), beginnt die Frist mit dem Ende der Verhinderung. Die angegriffene Maßnahme (Entscheidung, Tun oder Unterlassen) ist zu bezeichnen. Eine Begründung soll gegeben werden. Beweismittel sollen bezeichnet werden. Die Protestgebühr beträgt 50 Euro und wird zurückerstattet, wenn dem Protest stattgegeben wird.

 

SPST 14.02 Jury

Die Protest-Jury besteht aus drei Match –Teilnehmern mit Schiessleiter/RO-Lizenz, die vom MD benannt werden. Sie sollen möglichst nicht mehrheitlich aus der kleinsten Organisationseinheit stammen, dem der Protestführer angehört.

 

SPST 14.03 Entscheidung

Dem Protest ist stattzugeben, wenn die zum Protest Anlass gebende Maßnahme regelwidrig war und der Protestführer damit in seinen Chancen beim Match beeinträchtigt wurde.

 

SPST 14.04 Folge und Rehabilitation

Das Wettkampfgericht fällt Tatsachenentscheidungen, die nach dem Wettkampf nicht geändert werden können. Bei berechtigtem Protest ist der Betroffene zu rehabilitieren und sportlich fair zu entschädigen (z.B. Reshoot). Geldentschädigungen sind ausgeschlossen.

 

 

SPST 15 Spezifikationen von Waffen und Munition

SPST 15.01 Allgemeines

SPST 15.01.01 Regeln und Beschränkungen der am Austragungsort geltenden Waffengesetze sind einzuhalten.

SPST 15.01.02 Soweit in diesem Regelwerk oder der Ausschreibung keine Vorgaben vorhanden sind, (z.B. für Größe, Gewicht, Lauflänge, Magazinkapazität, Visiereinrichtung, Geschoßart- und form, Geschossmaterial) ist – im Rahmen der Gesetze - beliebige Ausführung zugelassen. Dies gilt auch für Schäfte, Auflagen, Stützen, Ablagen und Griffe.

SPST 15.01.02 Anbauten

Mündungsbremsen, Feuerdämpfer, Kompensatoren oder Portings sind, soweit nicht ausdrücklich verboten, erlaubt. Ihr Vorhandensein bedingt ggf. die Einstufung der Waffe in eine Wettbewerbsklasse. Dasselbe gilt für - mit Erlaubnis besessene - Schalldämpfer.

SPST 15.01.03 Abzugswiderstand

Der Abzugswiderstand muss mindestens 907 Gramm (2 lbs) betragen.

SPST 15.01.04 Lauflänge, Munitionsvorgaben

SPST 15.01.04.01 Die Lauflänge bei Kurzwaffen beträgt mindestens 76,2 mm (3 Zoll), höchstens 29,84 cm (11,75 Zoll).

SPST 15.01.04.02 Patronen für Kurzwaffen, Zentralfeuerpatrone (CenterFire)

Kaliber: mindestens 6,5 mm (0.256“), höchstens 11,52 mm (0.453“)

- Hülsenlänge (CIP L3 max.): mindestens 18,9 mm

SPST 15.01.04.03 Patronen für Kurzwaffen, Randfeuerpatrone 5,6 mm (.22 RimFire), Kaliber: 5,6 mm (0.22“), Typ 22 lfb/lr, 22 kurz/short, 22 WMR

SPST 15.01.04.04 Patronen für Flinten / Shotgun (SG) - Achtung Einschränkung aufgrund Standzulassung bzw. in der Ausschreibung durch den Veranstalter möglich

Kaliber: max. Cal 10, 

Vogelschrot mit Schrotgröße (Material beliebig) max. 3,2 mm, Vorladung max. 36 Gramm,

Slugs, beliebiges Gewicht, beliebige Geschoßform, beliebige Geschoßeigenschaften, 

Lauf glatt oder gezogen, Bohrung: beliebig

SPST 15.01.04.05 Patronen für Büchsen - Kurzwaffenzentralfeuerpatrone (Rifle Pistolcaliber RPC)

Kaliber: mindestens 6,5 mm (0.256“), höchstens 11,52 mm (0.453“), CIP -Hülsenlänge (CIP L3 max.): mindestens 18,9 mm, Munitionsart: Kurzwaffenpatrone, E0max 1500 Joule 

SPST 15.01.04.06 Patronen für Büchsen - Langwaffenpatrone (R)

Kaliber: mindestens 4,4 mm (0.17“), höchstens 12,7 mm (0.5“), Hülsenlänge (CIP L3 max.): mindestens 26,7 mm, Munitonsart: Langwaffenpatrone,

SPST 15.01.04.07 Patronen für Büchsen - Randfeuerpatrone 5,6 mm - (.22 RimFire)

Kaliber: 5,6 mm (0.22“), Typ 22 lfb/lr, 22 kurz/short, 22 WMR

 

SPST 15.02 Art, Typ und Einstufung von Waffen

Waffen werden spezifiziert nach Waffenarten, Waffentypen und Einstufung. Die Ausschreibung bezeichnet die Spezifikationen der in den einzelnen Divisionen einsetzbaren Waffen.

 

SPST 15.02.01 Waffenarten

Es werden bauartbedingte bzw. munitionsspezifische Waffenarten unterschieden:

SPST 15.02.01.01 Kurzwaffe, Zentralfeuerpatrone, (Handgun, HG)

SPST 15.02.01.02 Kurzwaffe, Randfeuerpatrone 5,6 mm, (Handgun .22 Rimfire, HGRF)

SPST 15.02.01.03 (Langwaffe) Flinte, (Shotgun, SG)

SPST 15.02.01.04 (Langwaffe) Büchse, Zentralfeuer, Kurzwaffenpatrone, (Rifle Pistolcaliber, RPC)

SPST 15.02.01.05 (Langwaffe) Büchse, Langwaffenpatrone, (Rifle, R)

SPST 15.02.01.06 (Langwaffe) Büchse, Randfeuerpatrone 5,6 mm (Rifle .22 Rimfire, RRF)

 

SPST 15.02.02 Waffentypen

Es werden Waffentypen unterschieden:

 

SPST 15.02.02.01 Kurzwaffen - ohne Differenzierung von SA/DA Funktionalität: 

Pistole (P), Revolver (R), Kurzwaffe mit Anschlagschaft (Handgun Converted, HG-C),

 

SPST 15.02.02.02 Flinten (SG): Einzelladerflinten mit und ohne Ejector (ejector operated / not ejector operated) und Mehrladerflinten nach Funktionsprinzip (manually, semiauto),

 

SPST 15.02.02.03 Büchsen: nach Funktionsprinzip (manually, semiauto).

 

SPST 15.02.03 Waffeneinstufung

Waffen werden aufgrund Bauart und Visierung eingestuft

SPST 15.02.03.01 Standard, offene Visierung
(Standard Class, iron sights = SCi), 

SPST 15.02.03.02 Standard, optische Visierung
(Standard Class, optical sights = SCo), 

SPST 15.02.03.03 Standard, beliebige Visierung
(Standard Class, any sights = SCa), 

SPST 15.02.03.04 Offene Klasse (Open Class =OC), 

SPST 15.02.03.05 Allgemeine Klasse (Any class = AC)

 

SPST 15.03 Klassen

SPST 15.03.01 Standard Klasse (SC)

Für eine Verwendung in der Standard Klasse bestehen für die Waffe folgende Voraussetzungen:

  • kein elektrischer/elektronischer Abzug,
  • kein Mündungsfeuerdämpfer,
  • keine Schalldämpfer,
  • keine Mündungsbremse,
  • kein Kompensator oder Choke mit seitlichen Öffnungen,
  • kein Lauf-Porting.

Im Hinblick auf die Visierung wird wie folgt unterschieden:

 

SPST 15.03.01.01 Standard Klasse offene Visierung / iron sights (SCi) 

Vorhanden ist eine offene Visierung aus beliebigem Material.

 

SPST 15.03.01.02 Standard Klasse optische Visierung / optical sights (SCo) 

Vorhanden ist eine optische Visierung.

 

SPST 15.03.01.03 Standard Klasse beliebige Visierung / any sights (SCa) 

Vorhanden ist eine beliebige Art der Visierung.

 

SPST 15.03.02 Offene Klasse (OC)

In der offenen Klasse kann eine Waffe eingesetzt werden, die mindestens eine der Bedingungen für die „Standard Klasse offene Visierung" nicht erfüllt.

 

SPST 15.03.03 Allgemeine Klasse (AC)

Alle genannten Waffentypen können eingesetzt werden. 

 

SPST 15.04 Beispiele für Divisionsbezeichnungen

Beispiele für die Bezeichnung von Waffen, die in einer Division eingesetzt werden können:

SPST 15.04.01 Beispiel 1 für eine Divisionsbezeichnung:

Standardklasse Pistole für Zentralfeuerpatrone mit offener Visierung

Art: Kurzwaffe, Typ: Pistole, Einstufung: Standardklasse, offene Visierung, 

Bezeichnung: HG-P-SCi = Handgun(HG), Pistol(P), Standard Class iron sights(i)

SPST 15.04.02 Beispiel 2 für eine Divisionsbezeichnung:

Offene Klasse Kurzwaffe für Zentralfeuerpatrone mit Anschlagschaft

Art: Kurzwaffe, Typ, Kurzwaffe mit Anschlagschaft, Einstufung: offene Klasse

Bezeichnung: HG-C-OC = Converted handgun (HGC), Open Class (OC)

SPST 15.04.03 Beispiel 3 für eine Divisionsbezeichnung:

Beliebig ausgestattete Langwaffe (Büchse) für Kurzwaffenkaliber, 

Art: Büchse, Zentralfeuer, Kurzwaffenpatrone; Einstufung allgemeine Klasse

Bezeichnung: RPC-sa-AC = Rifle, pistolcaliber (RPC), semiautomatic (sa), Any Class (AC)

SPST 15.04.04 Beispiel 4 für eine Divisionsbezeichnung (Kombinationswertung):

Kombidivision für beliebig ausgestattete Kurzwaffen mit Anschlagschaft bzw. halbautomatische Büchsen im 5,6-mm-Randfeuerkaliber

Art: Kurzwaffe für Randfeuerpatrone 5,6 mm mit Anschlagschaft oder halbautomatische Büchse, Randfeuerpatrone 5,6 mm, Einstufung allgemeine Klasse

Bezeichnung: HGRF-C-AC und RRF-sa-AC = Handgun 5,6 mm (HGRF) Converted (C), Any Class (AC) und Rifle 5,6 mm (RRF), semiautomatic (sa), Any Class (AC)

 

 

SPST 16 Funktionäre

SPST 16.01 Matchdirector (MD)

SPST 16.01.01 Der Matchdirector wird von der gastgebenden Organisation bestellt. Er ist zuständig und verantwortlich für die Organisation und den Ablauf des Matches. 

SPST 16.01.02 Der Matchdirektor und der Verband

Der Matchdirektor

  • trägt die Verantwortung für die Ausschreibung und Durchführung des Matches nach der aktuellen Sportordnung des Verbandes,
  • organisiert und hält den Kontakt zum Verband,
  • organisert die Matchverwaltung, das Squadding und die Startzeitplanung,
  • organisiert die Anmeldesysteme für Teilnehmer-und Helfer und entscheidet über die Zulassung der gemeldeten Personen,
  • erledigt die Kassenführung und Buchhaltung für das Match, soweit dies nicht verbandsseitig geschieht,
  • besorgt die erforderlichen Materialien,
  • organisiert die Auswertung, Resultatfeststellung und Siegerehrung,
  • verantwortet Art und Umfang des Einsatzes der Rangecrew gegenüber dem Verband,
  • berichtet dem Verband über den Matchablauf,
  • rechnet das Match gegenüber dem Verband ab.

SPST 16.01.03 Der Matchdirektor und die Location

Der Matchdirektor

  • organisiert und sichert die Nutzbarkeit einer Schießstätte für das Match,
  • organisiert und sichert die Sanitär- und Verpflegungseinrichtungen,
  • prüft die aufgebauten Stages und nimmt diese als ausschreibungsgemäß ab.

SPST 16.01.04 Der Matchdirektor und das Unterstützungspersonal

Der Matchdirector

  • ernennt den Rangemaster,
  • rekrutiert und bindet die Rangecrew , koordiniert den Einsatz des Unterstützungspersonals
  • brieft die Rangecrew für das Match und sichert deren Regelkenntnis,
  • hält für Streitigkeiten und Regelfragen von Schützen oder Crew das Regelwerk bereit,
  • entscheidet Regelfragen, die ihm der RM zur Entscheidung vorlegt,
  • entscheidet über Einsprüche und Disqualifikationen, die ihm der RM zur Entscheidung vorlegt.

SPSt 16.01.05 Der Matchdirector und die Schützen

Der Matchdirector

  • bestimmt bei Gleichstand die Art des Stechens,
  • entscheidet über die Zulassung von Bekleidung zum Tragen im Wettbewerb.

 

SPST 16.02 Rangemaster (RM)

SPST 16.02.01 Der Rangemaster in der Organisation

Der Rangemaster

  • wird vom Matchdirector ernannt und ist die oberste Autorität über alle Matchfunktionäre, mit Ausnahme des Matchdirectors, solange dieser nicht regulär am Match teilnimmt.

SPST 16.02.02 Der Rangemaster in der Planung

Der Rangemaster

  • der plant die Stages und stimmt die ‚Abläufe mit dem Matchdirektor ab,
  • überwacht und erledigt den Aufbau der Stages,
  • verantwortet und gibt die schriftliche Stagebeschreibung frei,
  • entscheidet über die Einstufung der Waffen in eine Division,
  • entscheidet über die Zulassung von Waffen und Ausrüstung zur Verwendung im Wettbewerb,
  • entscheidet über Ausnahmeregelungen von Reglement und Ausrüstung bei besonderer körperlicher Situation von Teilnehmern,
  • hält Material für Standaufbau und Reparatur sowie Ersatzmaterial zur Renovierung bei Schäden bereit,
  • teilt die Rangecrew auf die Stände ein und sorgt für deren Einsatz, Versorgung, Pausen und Personalwechsel.

SPST 16.02.03 Der Rangemaster beim Wettkampf

Der Rangemaster

  • überwacht alle Aktivitäten auf dem Matchgelände,
  • überwacht und gewährleistet die Standsicherheit,
  • sorgt für die Regeleinhaltung,
  • entscheidet Regelfragen bei Unklarheiten oder Regelungslücken oder legt diese ggf. dem MD zur Entscheidung vor,
  • entscheidet über Einsprüche und Disqualifikationen oder legt diese ggf. dem MD zur Entscheidung vor.

 

SPST 16.03 Rangeofficer (RO)

Der RO

  • sorgt für die Regeleinhaltung und Sicherheit auf der Stage und trifft dafür erforderliche oder geeignete Maßnahmen,
  • leitet und überwacht das Schießen auf der ihm zugewiesenen Stage,
  • regelt den Ablauf auf der Stage in Bezug auf Schützen und Stageteam,
  • erteilt den Schützen die Kommandos,
  • stellt Zeiten, Wertungen und gf. Verstöße fest und verhängt Strafen und Verwarnungen,
  • sorgt für die Ergebnisdokumentation und Nachweisung,
  • beantragt beim Rangemaster die Bestätigung eines etwa ausgesprochenen DQ.

 

SPST 16.04 Aufsicht

Die Aufsicht 

  • beaufsichtigt alle Personen auf dem Stand im Hinblick auf das Einhalten der Sicherheitsbestimmungen und Regeln,
  • nimmt Aufgaben auf der Stage auf Weisung und im Auftrag des RO wahr.

 

SPST 16.05 Helfer

Der Helfer

 

  • nimmt Aufgaben auf der Stage oder den Schießstand auf Weisung und im Auftrag des MD, des RM, des RO oder der Aufsicht wahr

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Änderungsnachweis 


I. Änderungen gegenüber der Version 170913-1, die gedruckt vorliegt:

 

Geänderte Begrifflichkeiten

  • Die Begriffe „Duell“ oder „Mann gegen Mann“ wurden herausgenommen und durch „Direkter Vergleich“ ersetzt, z.B. 09.03.02.01
  • „Bowling-Pin“ wurde durch „Kegel“ ersetzt
  • Begrifflichkeit Direkter Vergleich ergänzt
    „Direkter Vergleich“ wird „Direkter Vergleich/ Shootoff“
  • „Stop-Plate“ wurde durch „Stop-Ziel“ ersetzt, z.B. in 09.02

 

Änderungen, Ergänzungen

  • 01.03 Änderung
    Im Zusammenhang mit der Fotoregelung werden die Persönlichkeitsrechte betont
  • 01.03 Ergänzung durch:
    Die Abnahme eines einheitlichen Fertigkeits-, Sicherheits- und Regeltestes wird vom Verband angeboten
  • 03.03.03 Änderung.
    Abzugsbügel statt Abzug
  • 04.03 Änderung
    Im Zusammenhang mit der Fotoregelung werden die Persönlichkeitsrechte betont 
  • 04.04.01 Änderung
    Klarstellung, dass Entscheidung über Reshoot ohne Kenntnis von Zeit/Ergebnis zu erfolgen hat
  • 06.02.02 und 06.02.03 Tausch wegen Systematik

Austausch der Inhalte der Gliederungsziffern

  • 06.02.02 (neu) Änderung
    Herausnahme der „30 Schuss“ bei Magazinbauart- und kapazität und - Ersatz durch Verweis auf gesetzliche Regelungen durch Ergänzung im letzten Satz
  • 06.05.01 Änderung
    Textkürzung (Streichungen von Begriffen s.o.)
  • 06.05.02 Änderung
    Die Entfernung (max.) für Gewehrschüsse ist auf 300 Meter erhöht
  • 06.05.03.01 Änderung
    Korrektur Begrifflichkeit (s.o.) 
  • 07.03.04 Änderung
    Die Probeanschlagsregel aus der SteelChallenge wurde übernommen
  • 07.04 Änderung Überschrift in:

„Kommandos, Allgemeines“

  • 08.02 Änderung Überschrift in: 

"Allgemeiner Ablauf und einzelne Kommandos“

  • 08.02.06 Änderung
    Klarstellung Doppeltreffer
  • 09.02 Änderung
    Korrektur Begrifflichkeit (s.o.)
  • 09.03.02.02.02 Änderung 

Verlust des Strings im direkten Vergleich bei Verwarnung klargestellt

 

  • 09.03.02.03.03 Änderung
    Korrektur Begrifflichkeit (s.o.), Herausnahme Letzter Satz wegen 09.03.04 sowie Änderung 09.03.04.
  • 11.02 Änderung
    Bei den Zeitstrafen wurde die Regelung zum „Schießen nach dem Stop-Ziel“ klargestellt
  • 13.01.03 Änderung
    Die DQ-Regel wurde ergänzt
  • 13.01.04 Neuregelungen:
    Wirkung der DQ-Regelung wurde klarstellend aufgenommen
  • 15.02.03 Änderung
    Verdeutlichung der Bezeichnungen für die Waffeneinstufungen