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International Steelshooting

Association

German Chapter

 

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Regelwerk für das

 

ISSA - Stahlschießen

 

zur Erprobung im BDS e.V.

 

gem. § 5 Abs. 3 S. 1 AWaffV

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

 

 

 

Nummer

Deutscher Text

 

Seite

Inhalt

 

 

 

1

Erläuterung der Idee und des sportlichen Ansatzes

Teilnehmerkreis,

Teilnahmevoraussetzung,

Haftung,

Datenschutz,

Foto- und Filmerlaubnis

 

3

2

Regeln

Anzuwendende Vorschriften,

Definitionen,

Transport und Handling von Waffen,

Bereiche und Sicherheitszonen,

Verhaltens- und Sicherheitsvorschriften,
Regelung typischer Ereignisse und Bekleidung

 

6

3

Technische Vorschriften I

Hinzunehmende Gegebenheiten,

Standeinrichtung und -ausrüstung,

Ziele

 

10

4

Technische Vorschriften II

Schützenausrüstung und Material,

Waffen,

Visierungen,

Munition,

Ladehilfen,

Holster

 

13

5

Kommandos

Wortlaut,

Erklärung der Ausführung

 

16

6

Matchablauf

Probeschüsse,

Startposition,

Anschlag,

Störungen,

Waffenwechsel

 

19

7

Ablauf des Schießens

Warten und Stände einnehmen,

Matchablauf,

Nachladen,

Platzwechsel

 

26

8

Wertung,

Stagewertung,

Direktvergleichwertung,

Squadwertung,

Matchwertung,

Divisionen, Einzel- und Teamwertung

 

29

9

Sanktionen

Verwarnung und Disqualifikation,

Protest,

Wettkampfgericht,

 

32

A 1

Anhang 1

Allgemeine Regeln,

Waffenspezifikationen nach Art, Typ, Einstufung,

Systematisierung der Waffenklassen,

einzelne zugelassene Waffen,

 

38

A 2

Anhang 2

Beispiele für typische Matchaufbauten

*  Steelrack,

*  Hanging Plates,

*  Shootoff,

*  Sonstige Matches

 

45

Erprobungsregelwerk nach § 5 Abs. 3 S. 1 AWaffV

Nummer, Inhalt

Verbindlicher Regeltext

1.     Allgemeines

Besonderheiten, Teilnehmerkreis, Teilnahmevoraussetzung, Haftung, Datenschutz, Foto- und Filmerlaubnis

1.1 ISSA-Steelshooting

ISSA-Steelshooting bedeutet statisches Schießen aus festgelegten Positionen auf Ziele, die in gleicher oder unterschiedlicher Positionierung und Entfernung zum Schützen befindlich sein können.

1.1.1 Ziele, Besonderheiten

Geschossen wird auf optisch (z.B. durch Herabfallen, Umkippen, Verschwinden, Zerbrechen) und akustisch (durch Klang) reaktive Ziele (vorzugsweise aus Metall).

Die Besonderheit dieser Ziele liegt in der - für den Schützen im Wettkampf nötigen - Möglichkeit einer entfernungsunabhängigen und ohne Hilfsmittel ummittelbar nach dem Schuss erfolgenden Trefferkontrolle.

1.1.2 Wettbewerbs-modus, Besonderheiten und sportliche Unterschiede zum Schiessen nach anderen Regeln

Der Wettbewerb wird ausgetragen im direkten Vergleich oder als Bestzeitwertung, in Einzelfällen als Trefferanzahlvergleich; Ringzahlwertungen erfolgen nur in Ausnahmefällen.

Der sportliche Unterschied des direkten Vergleiches zweier Sportler zum Einzelstart liegt in der Notwendigkeit der Mitverfolgung und Bewertung des laufenden Eindruckes des Ergebnisses des Mitbewerbers um das eigene Schießen an die sich daraus ergebenden Erfordernisse unmittelbar anzupassen.

Der sportliche Unterschied des Bestzeitbewerbes zum Ringzahlenwettkampf liegt in der Besonderheit, dass - im Rahmen der etwaigen Höchstschusszahl - die Abgabe von zusätzlichen Schüssen oder Fehlschüssen nur mit Zeitverlust oder Zeitstrafen in die Wertung eingeht.

Der sportliche Unterschied des Trefferanzahlvergleiches zum Ringzahlenwettkampf liegt in der Besonderheit, dass der Schütze seine Fertigkeit zum präzisen Schuss in eng begrenzter Zeit abrufen muss.

1.1.2.1 Anforderungen an den Schützen

Der Ablauf fordert vom Schützen neben den Schiessfertigkeiten Präzision und Schnelligkeit auch die Fähigkeit zur Konzentration in störungsträchtiger Wettkampfumgebung, überlegte Stage- und Ablaufplanung, sowie Handhabungssicherheit und - im Großkaliberbereich - die Überwindung der durch die eigene und fremde Schusswirkung erzeugten Belastungen.

1.1.2.2 Erziehung des Schützen

Der Einbau von Präzisionselementen durch die Verwendung besonders kleiner Ziele führt zu einer schiesssportlich fordernden interessanten Gestaltungsfreiheit, die variable Aufbauten ermöglicht und vom scheinbar bloßen „Schnellschießen“ weg direkt und zielgerichtet zum betont präzisen Schießen hinführt. Dem Schützen wird dadurch eine ausgewogene und vielseitige Fertigkeitsprüfung auferlegt.

1.1.2.3 Jugend- und Breitensporttaug-lichkeit

Die Öffnung des Regelwerkes für Kleinkaliberwaffen und moderne Waffentypen (Carabine-Conversion) begründet die Tauglichkeit des Einsatzes der Disziplinen im Jugend- und Nachwuchsbereich und als Breitensport. Eine Adaption für den technischen Spezifikationsbereich „Airsoft" ist möglich.

1.1.2.4 Förderung des Sportsgeistes

Durch die Bildung von kleinen Gruppen werden Sportsgeist und Gemeinschaftsgefühl gestärkt, bei Mannschaftswertungen auch die Fähigkeit zur Interaktion, Bereitschaft zur wechselseitigen Rücksichtnahme und der kameradschaftliche Zusammenhalt.

1.1.3 Problemlose Durchführungs-möglichkeit

Das Regelwerk eröffnet zur Anpassung an die jeweiligen Zulassungsspezifikation und zur Steigerung der Variablilität und Intensivierung der sportlichen Anforderungen des Wettbewerbes an die individuelle Fertigkeit des Schützen die Möglichkeit der Modifikation der Schießposition und der Entfernung sowie den Einsatz von Zielen aus anderem Material (z. B. Ballone, Wurfscheiben, Bowling-Pins, Pappscheiben) und anderem Reaktionspotential als Metall und Pappe (Zerbrechen, Kippen).

1.1.3.1 Nutzung vorhandener Waffen

Ein Schießen (Training und Wettkampf) nach den ISSA-Regeln ist damit mit einer Vielzahl von im Bestand der Sportschützen bereits vorhandenen Waffen möglich und ermöglicht die Intensivierung deren sportlicher Nutzung.

1.1.3.2 Durch-führung ohne zusätzliche Standanforderung

Ein Schießen (Training und Wettkampf) nach den ISSA-Regeln ist auf praktisch jedem Schießstand im Rahmen der vorhandenen Standzulassung ohne Zusatzaufwand, Umbauten und zusätzliche behördliche Verfahren durchführbar.

1.2 Teilnahme-möglichkeit

Teilnahmemöglichkeit an den Veranstaltungen der ISSA besteht für alle Mitglieder eines in Deutschland anerkannten Schießsportverbandes sowie für andere, auch ausländische Schützen, die vom Veranstalter eingeladen oder als Gast zugelassen wurden. Es können - erweiternde oder einschränkende  - Zulassungskriterien durch ISSA Vorstandbeschluss oder den örtlichen Repräsentanten der ISSA geregelt werden. Die letztendliche Zulassungsentscheidung trifft der jeweilige örtliche Repräsentant der ISSA.

1.2.1 Invitation

Jedem zugelassenen Schützen ist auf Bitten eine schriftliche Einladung zum Nachweis seines Transportbedürfnisses während der An- und Abreise zu übersenden.

1.2.2 SuRT

Der Nachweis eines besonderen Sicherheits- u. Regeltests ist nicht Teilnahmevoraussetzung. Die Teilnahme am Wettkampf in Zentralfeuerdisziplinen mit der Kurzwaffe erfordert Holsterfertigkeit.

1.3 Anerkennungs-erklärung

Mit der Anmeldung zu einem Wettbewerb erkennt der Teilnehmer das im Zeitpunkt der Anmeldung geltende Reglement, insbesondere die dort enthaltenen Regelungen zu Haftung, Datenschutz und Bild- und Filmrechten an.
Der Veranstalter kann bei der Matchregistrierung der Teilnehmer vor Ort eine schriftliche Erklärung entsprechenden Inhalts als Startvoraussetzung verlangen.

1.4 Versichertsein-erklärung

Durch die Anmeldung versichert jeder Teilnehmer, selbst oder über einen Schießsportverband während der gesetzeskonformen Ausübung des Schießsportes haftpflichtversichert zu sein bzw. dass er vor dem Match bei Registrierung selbst darauf hinweisen wird, eine Tagesversicherung zu benötigen.

1.5 Eigenverantwort-lichkeit

Die Teilnahme erfolgt freiwillig und auf eigene Gefahr. Jeder Schütze ist für jedes Projektil, das seine Waffe verlässt, selbst verantwortlich.

1.6 Haftungs-ausschluss

Der Veranstalter übernimmt keine wie auch immer geartete Verantwortung oder Haftung

1.7 Haftungsverzicht

Durch die Anmeldung verzichtet jeder Teilnehmer gegenüber dem Veranstalter, seinen Vertretern und allen Matchoffiziellen und Helfern auf Ansprüche wegen Verletzungen und auf Ersatz von jedweden Schäden, sofern er solche während der Veranstaltung erleiden sollte. Der Verzicht gilt nicht, wenn eine Versicherung – gegenüber den genannten Matchoffiziellen regresslos - eintrittspflichtig sein sollte. Der Verzicht gilt auch nicht, soweit ein Dritter mit dem Verzichtsbegünstigten gesamtschuldnerisch haftet; diesen gegenüber darf der Teilnehmer aber nur dessen Haftungsquote geltend machen.

1.8 Datenschutz

Durch die Anmeldung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden damit, dass eine Speicherung und Verwendung seiner Daten für Zwecke des Wettkampfes erfolgt, und dass Foto- und Filmaufnahmen gemacht und in beliebigen Medien, insbes. Internet, Presse, Funk und Fernsehen, verbreitet und auch zu Werbezwecken verwendet werden. Der volle Name des Schützen wird in Ergebnislisten in allgemein zugänglichen Medien veröffentlicht; jeder Schütze kann anonym (Pseudonym, Nickname) starten, wenn er dem Veranstalter seine Identität nachgewiesen und den Wunsch vor dem Match mitgteilt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Regeln

 

2.1 Anwendbare Vorschriften

Für die Austragung von Wettkämpfen der ISSA gilt in der Bundesrepublik Deutschland dieses Regelwerk. Bei Widersprüchlichkeit mehrsprachiger Regeltexte gilt die Regelung in Deutscher Sprache. In Zweifelsfällen gibt der Executive Officer des German Chapter eine verbindliche Auslegung bis zur Aufnahme einer Vorschrift in das genehmigte Regelungswerk vor.

2.1.1 Verhaltenskodex

Alle Schützen haben sich nach den gesetzlichen Bestimmungen, insbes. dem WaffG der BRD und nach diesem Regelwerk und sportlich fair zu verhalten.

2.1.2 Hausrecht, Rahmenregeln

Der Inhaber des Hausrechts für den Waffentragebereich kann Regeln vorgeben, die Waffen, Munition, Schießzeiten und Bekleidung betreffen. Insbesondere können die Sichtbarmachung von Ausrüstungs- und Kleidungstücken mit aggressiven oder diskriminierenden Aufschriften / Aufdrucken und/oder Symbolen, die auf politische Gruppenzugehörigkeit und/oder Gesinnung hindeuten, verboten werden. Das Recht zur Beurteilung/Bewertung hat der Veranstalter (Hausrecht); er hat sich aber im Protestfalle der Juryentscheidung zu beugen.

2.1.3 Lückenfüllung durch dynamische Regelredundanz

Soweit dieses Regelwerk keine Bestimmungen enthält, gelten die allgemeinen Regelungen des Sporthandbuches des BDS (Bund Deutscher Sportschützen) sowie die besonderen Bestimmungen des SHB für die jeweilige Disziplin in ihrem jeweils gültigen Inhalt und die hierzu vorhandenen Kommentare.

2.1.4 Auffangklausel, Entscheidungsbe-fungis  für den MD

Sind Fragen durch dieses Reglement nicht eindeutig geregelt, entscheidet der Match Director abschließend. Es kann hierzu eine Jury nach den Bestimmungen dieses Regelwerkes eingerichtet werden.

2.2 Definitionen

 

2.2.1 Definition "geladene Waffe“

Geladen ist die Waffe, wenn

eine Patrone im Patronenlager/Trommel befindlich ist oder

ein in die Waffe eingebautes oder eingesetztes Magazin Patronen enthält oder

eine Patrone im System der Waffe (Ladelöffelraum, Zuführungsraum befindlich ist.

2.2.2 Klarstellung "ungeladene Waffe“

Nicht als geladen gilt die Waffe, wenn Patronen außen an der Waffe in einem mit der Waffe verbundenen - nicht eingeführten - Magazin oder Behälter oder Halter oder Vergleichbarem befindlich sind (Patronenhalter, Patronengurt).

2.2.3 Definition „Waffen-tragebereich“ / Carry-Zone

Der Waffentragebereich ist der Bereich auf der Schießanlage, in der sich Wettbewerbsteilnehmer mit der Waffe in Transportposition, im Holster oder unverschlossenen Behältnissen aufhalten dürfen. Er sollte eindeutig beschrieben sein und entweder in der Wettbewerbsausschreibung oder durch einen Aushang in allen Sicherheitszonen bekannt gegeben werden.

Der Waffentragebereich muss den waffengesetzlichen Anforderungen genügen, die für den Inhaber des Hausrechts der Schießstätte gelten. In diesem Bereich kann der Hausrechtsinhaber allen Teilnehmern einer Veranstaltung das Führen von Schusswaffen gestatten.

2.2.4 Definition „Schießstand“

Schießstand ist der Teil des Waffentragebereiches, der sich ohne gesonderte physische Abtrennung an den Schützenstand anschließt. Das Tragen einer Schutzbrille ist für jeden, der den Schießstand selbst betritt (Zuschauer, Schützen, Funktionspersonal), zwingend vorgeschrieben; ohne Brille kein Zutritt. Wird die Anwesenheit einer Person ohne Augenschutz festgestellt, ist das Schießen zu unterbrechen, bis diese Augenschutz angelegt oder den Schießstand verlassen hat.

Der Einsatz von Gehörschutz ist wird dringend angeraten.

2.2.5 Definition „Schützenstand“ / Firing line

Schützenstand ist der Teil des Waffentragebereiches, in dem sich diejenigen Schützen unter Aufsicht des RO aufhalten, die aktuell den Wettbewerb austragen.

2.2.6 Transport und Verpackung

Waffentragebereich / Carry-zone

2.2.6.1 Transport von KW im Waffen-tragebereich

Kurzwaffen dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Schützenstand und Sicherheitszonen nur im Holster oder einem Behältnis transportiert werden.

Bei geholsterten Waffen darf der Hahn nicht gespannt und es darf kein Magazin eingesetzt sein.

2.2.6.2 Transport von LW im Waffen-tragebereich

Langwaffen dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Schützenstand und Sicherheitszonen nur in der „Transportposition“ (Bockflinten geknickt, andere Langwaffen, Mündung nach oben, Verschluss offen oder Sicherheitsfahne in der Kammer, kein entnehmbares Magazin eingesetzt) oder einem Behältnis transportiert werden. Das Aktivieren von Sicherungen ist nicht erforderlich.

2.2.6.3 Ein- und Auspacken von Waffen

Alle Waffen dürfen nur in Sicherheitszonen (allgemeine Sicherheitszone, Waffenabstellbereich) ein- und ausgepackt werden. Sie dürfen im Waffentragebereich außerhalb von Sicherheitszonen ohne Anordnung des RO oder Erlaubnis dieses Regelwerkes nicht aus dem Holster bzw. dem Transportbehältnis genommen oder verpackt werden.

2.2.7 Definition „Sicherheitszone“ / Safety Area

Sicherheitszonen sind allseitig begrenzte, gesondert markierte Zonen des Waffentragebereiches, in denen Waffen ein- und ausgepackt und gehandhabt werden dürfen.

2.2.7.1 Definition „Waffenabstell-bereich“ / Weapon storage area

Waffenabstellbereiche sind vom Veranstalter innerhalb oder außerhalb einer allgemeinen Sicherheitszone ausgewiesene besondere Sicherheitszonen zur eingeschränkten Nutzung.

2.2.7.2 Vorhandensein von Sicherheitszonen

Der Veranstalter ist für Aufbau und Lage einer ausreichenden Anzahl von Sicherheitszonen für den Wettbewerb verantwortlich. Sie sollen durch Schilder leicht erkennbar sein. Die Sicherheitszone soll in ihren Begrenzungen allseitig eindeutig markiert sein. In Sicherheitszonen soll sich ein Tisch befinden und die sichere Richtung und deren Begrenzung klar erkenntlich sein. In Waffenabstellbereichen sollen Ständer für Langwaffen vorhanden sein.

2.2.7.2 Sicherheitszonen

Die Sicherheitszone ist mit einem Schild ,,Sicherheitszone“ und bei Beteiligung ausländischer Schützen mit der englischen Übersetzung ,,safety area“ deutlich sichtbar auszuweisen. Die sichere Richtung soll angezeigt sein.

2.2.7.3. Erlaubtes  in der Sicherheitszone

Die Benutzung der Sicherheitszonen ist in nachstehender Weise gestattet, vorausgesetzt der Schütze bleibt mit der Waffe innerhalb der Begrenzungen und die Waffe zeigt bei Übungen in eine sichere Richtung:

zum Ein- und Auspacken sowie Holstern ungeladener Schusswaffen, wenn sich keine Munition, Pufferpatronen in oder an der Waffe und/oder in Halterungen/Behältern befindet, die mit der Waffe verbunden sind,

für Ziehübungen, das Leerabschlagen und das Wiederholstern ungeladener Schusswaffen,

zum Üben von Magazinwechseln bei Verwendung leerer Magazine und / oder zum Repetieren des Waffenverschlusses,

zur Durchführung der Inspektion, der Zerlegung, der Reinigung, der Reparatur und der Wartung von Schusswaffen, deren Bestandteilen oder anderen Zubehörs

Ablegen/Abstellen im Waffenabstellbereich.

2.2.7.4 Verbotenes in der Sicherheitszone

In der Sicherheitszone darf nicht mit Munition oder munitionsähnlichen Teilen (Pufferpatronen) hantiert werden (no ammo handling), weder lose noch in Magazinen oder Speedloadern. Safety-Flags sind erlaubt.

In der Sicherheitszone darf Munition auch nicht an der Waffe oder in Halterungen/Behältnissen sein, die mit der Waffe verbunden sind. Wird Munition in für Munition bestimmten Verpackungen, Magazintaschen/Speedloaderhalter (am Gürtel oder in Taschen) sowie lose Munition in Behältnissen oder am Körper mitgeführt, darf diese nicht aus diesen Taschen / Behältnissen herausgenommen werden.

2.2.7.5 Nutzung des Waffenabstell-bereiches

Im Waffenabstellbereich gelten die allgemeinen Verhaltens-, Sicherheits- und Verbotsregeln für Sicherheitszonen. Dort dürfen Waffen ein- und ausgepackt, geholstert und unverpackt und ungesichert abgestellt/abgelegt und aufgenommen werden. Weitere Handhabung soll dort nicht erfolgen.

2.2.8 Wartezone / Waiting Zone

In Sichtweite der Schießboxen für die Zeit des laufenden Schießens eingerichtete eine spezieller Bereich für den/die jeweils nächsten Schützen in Bereitschaft.

2.3 Sicherheits-vorschriften

 

2.3.1 90 -Grad -Regel

Im Wettkampf darf die Mündung Waffe niemals mehr als 89 Grad von der Richtung auf die Ziele in der Mitte des Kugelfanges abweichen.

2.3.2 Sweeping

Überstreichen von Körperteilen mit der gedachten Verlängerung der Laufachse über die Mündung (Sweeping) ist verboten.

2.3.4 Laden von Waffen

Waffen dürfen nur auf Anweisung oder mit Erlaubnis eines RO geladen werden

2.3.5 Störungsbeseiti-gung

Bei jeder Störungsbeseitigung auf dem Schützenstand muss die Waffe, wenn die Sicherheit nicht zuvor kontrolliert wurde, in die sichere Richtung (Kugelfang) zeigen. Der Finger muss dabei aus dem Abzug genommen werden.

2.3.6 Anschlagswechsel

Bei Wechsel des Anschlages muss die Waffe in die sichere Richtung (Kugelfang) zeigen. Der Finger muss dabei aus dem Abzug genommen werden. Die Waffe sollte gesichert werden.

2.3.7 Aufheben einer Waffe

Das Aufheben einer heruntergefallenen Waffe darf außerhalb einer Sicherheitszone nur durch einen RO erfolgen. Hochnehmen einer Langwaffe in einem Waffenabstellbereich ist kein Aufheben in diesem Sinne.

2.3.8 Munitionshand-habung

Der Transport von und das Hantieren mit Munition, auch das Laden von Speedloadern und nicht mit der Waffe verbundenen Magazinen, ist überall – außer in der Sicherheitszone – erlaubt. Das gilt auch für die Bestückung von Halterungen/Behältern (Patronenhaltern), die mit der Waffe verbunden sind, wenn durch Ihre Befüllung die Waffe nicht geladen wird.

2.3.9 Behandlung geladener Waffen

Der Schütze darf den Kontakt zu seiner fertig geladenen Waffe nie aufgeben (Ablegen, Fallenlassen).

Pistolen (SA und DA) dürfen in fertig geladenem Zustand nur gesichert geholstert werden, gleich ob der Hahn/die Schlagfeder gespannt, vorgespannt oder entspannt ist.

2.4 Verhaltensregeln

 

2.4.1 Bekleidung

Das Schießen ohne Schuhwerk und/oder mit freiem Oberkörper ist unzulässig; dasselbe gilt für Hosen und/oder Röcke, die höher enden, als eine Handbreit über dem Knie.

Wenn mehrere Schützen von derselben Feuerlinie schießen, soll zum Schutz vor „Patronenfängern“

*          die Oberkörperbekleidung hochgeschlossen,

und

*          das Schuhwerk geschlossen sein.

2.4.2 Coaching,

Coaching ist erlaubt.

2.4.3 Störungen

Gezielte Störungen sind unsportlich und verboten.

2.4.4 Standordnung

Der MD kann allgemein verbindliche Anordnungen zum Verhalten von Anwesenden im Waffentragebereich treffen. Der verantwortliche RO kann verbindliche Anordnungen im Einzelfall zum Verhalten von allen Anwesenden auf dem Schießstand treffen.

3. Technische Vorschriften I

Standeinrichtung und Ausrüstung

 

3.1 Hinzunehmende Gegebenheiten / It is, as it is

Die Schießbahn ist zu akzeptieren, wie sie ist. Die Schützen haben keinen Anspruch darauf, dass besondere Ruhe herrscht, Umgebungsgeräusche unterdrückt oder abgeschirmt werden oder Rücksicht auf Ihre Konzentrationsphase genommen wird; gegebene Temperatur, Wetter und Lichtverhältnisse sind hinzunehmen, auch das Fotografieren mit Blitzlicht und Filmen mit Scheinwerfer. Der RO hat vernehmliche und klar identifizierbare Signale und Kommandos zu geben.

3.2 Schießboxen

Alle Ziele werden aus Schießboxen beschossen. Der Schütze darf selbst oder mit seiner während des Schießens benutzten Ausrüstung bei der Schussabgabe den Rahmen überragen aber nichts außerhalb der Schießbox berühren. Verstoß wird mit Verwarnung, im Wiederholungsfall mit DQ geahndet, es sei denn die Ausschreibung oder die besonderen Regeln ordnen Zeitstrafe oder Streichung des/der Treffer während des Fehlers an.

3.2.1 Markierung der Schießboxen

Die Schießboxen werden durch eine entsprechende Kennzeichnung am Boden festgelegt. Die Kennzeichnung ist aus geeigneten Materialien herzustellen, z.B. Holz oder Kunststoffband. Die Schießboxen befinden sich auf einer einheitlichen Entfernungslinie (,,Feuerlinie“) zu den Zielen.

3.2.2 Zuweisung der Schießboxen

Die Boxen werden den Schützen zugelost oder durch die Ausschreibung zugewiesen, hilfsweise vom Veranstalter oder dem RO zugeteilt.

3.3 Ablagen

In der Nähe der Box hat eine Ablage vorhanden zu sein. Hier können Munition, Zubehör und Waffenverpackung abgelegt werden. Die Ablage muss sich nicht zwischen Schießbox und Ziel befinden. Der Schütze hat keinen Anspruch auf eine gegenüber dem Boden erhöhte Ablage, die während des Schießens als Ablage für die Waffe, Ausrüstung oder Munition benutzbar ist.

3.4 Transportkasten

Bei Disziplinen mit Stand/Boxwechsel gilt:

Der Veranstalter soll Ablage- und Transportkästen für Waffen, Munition und Ausrüstung zur Verfügung stellen; die vom Schützen beim Box/Standwechsel mitzunehmen sind.

3.5 Sicherheitsabstand

Die Entfernung (Sicherheitsabstand ) zwischen zielzugewandten Kante der Schießbox und Hartzielen beträgt

* mindestens 8 Meter

* bei Flintenlaufgeschossen (Slugs) 41 Meter

von der Vorderkante der Schießbox aus gemessen, jeweils einschließlich 1 Meter Reservesicherheit.

Bei durchdringbaren Weichzielen und Pappe gilbt es keinen Mindestabstand.

3.6 Aufstellung der Ziele,  Abstand zu den Zielen

Die zu beschießenden Ziele sollen positionsmäßig sicher reproduzierbar aufgestellt, aufgehängt oder sonstwie positioniert werden. Der Abstand zu den Zielen beträgt bis zu 250 Meter, in der Regel

*   15 Meter für Vogelschrotschüsse,

*   bis-50 Meter für Kurzwaffen, Büchsen im Kurzwaffenkaliber und für Randfeuerpatronen,

*   40-60 Meter für Slugs auf Hartziele.
Es können Ziele in unterschiedlichen Entfernungen eingesetzt werden, jedoch bei Mann -gegen - Mann - Wettbewerben für beide Schützen gleich (symmetrisch).

*   Das Auftauchen und die Art der Auslösung von Zielen, die nicht von Anfang an sichtbar sind, muss gebrieft werden.

3.6.1 Beschaffenheit, Material

Bei Entfernungen bis 50 Meter sollen vorwiegend Metallplatten mit einem Durchmesser/ einer Diagonale von 8,5 cm bis 50 cm sein, die mindestens in einem Abstand von 20 bis 50 cm zueinander stehen. Bei weiteren Entfernungen können größere Platten benutzt werden. Die Verwendung von Papierscheiben soll nur in Ausnahmefällen erfolgen.

3.6.2 Form der Ziele

Anstelle von Platten können auch andere Ziele, z.B. Bowlingpins, Popper, Ballons oder Kegel eingesetzt werden. Die Ziele können auch rund, eckig, popperartig oder in anderer Form gestaltet sein.

3.7 Kalibrierung fallender Ziele

Fallscheiben sollen

bei Zentralfeuer-Kurzwaffen sicher fallen bei Treffern 2 cm über der Unterkante der Platte bzw. 2 cm über der Unterkante der Haupttrefferzone eines Poppers mit Munition, die an der Mündung einen Faktor 112,5 erreicht,

bei Kleinkaliber Kurzwaffen sicher fallen bei Treffern mit Munition, die an der Mündung einen Faktor 44 erreicht.

bei Vogelschrot aus Flinten reicht, um die Scheiben zu Fall zu bringen, Kaliber 12, 24 Gramm Vorladung, auch 28 Gramm Vorladung bei Subsonic-Munition,

bei Slugs reichen 28 Gramm-Geschosse aus,

bei Langwaffen ist Standard-Fabrikmunition als Referenz zu verwenden.

Die Platten sollen vor dem Wettkampf einheitlich kalibriert werden (Impulsgeber).

3.8 Einsatz gemischter Ziele

Es können als Fallscheiben gemischte Plattengrößen, - farben und -formen eingesetzt werden, jedoch bei Mann - gegen - Mann - Wettbewerben jeweils für beide Schützen gleich (symmetrisch).

3.9 Farben der Ziele

Die zu beschießenden Ziele sollen gegen den Hintergrund gut erkennbar sein. Sie können metallisch blank oder farbig gestaltet sein. Kontrast zum Hintergrund kann auch durch Beleuchtung hergestellt werden.

3.10 Modifikationen der Ziele

Der Veranstalter kann die Materialien, Größen und Formen der Ziele sowie deren Kombination und die Entfernungen im Rahmen der Gesetze und Sicherheitsbestimmungen modifizieren (Einsatz von Poppern/Kegeln/Rechteckplatten, Ringscheiben, Symbolscheiben, Ballone). Es können auch Gongs, Winkerbäume, Dreh-Sterne und Mover sowie beliebige Zielscheiben eingesetzt werden. Dasselbe gilt für die Semifinals und Finalwettkämpfe, die besondere Abläufe und spezielle Vorgaben enthalten können; die konkrete Ausgestaltung ist in einem Briefing bekannt zu machen.

4. Technische Vorschriften II

Schützenausrüstung

4.1 Erlaubte Waffen

In den Wettkämpfen der ISSA können Waffen gemäß den technischen Spezifikationen gemäß Anlage 1 zu diesem Regelwerk verwendet werden.

4.2 Visierungen

Bei den Arten der Visierung wird zwischen offener Visieren (iron sights) und optischer Visierung (optical sights) unterschieden.

4.2.1 Definition der „offenen Visierung"

Unter den Begriff der offenen Visierung (iron sights) fallen alle Visierungen, bei denen der Blick des Schützen nach dem nächsten, dem Schützen zugewandten Teil der an der Waffe befindlichen Visiereinrichtung über/durch die Visiereinrichtung in Richtung auf das Ziel durchgängig bis zum Ende des Strahlenganges auf einem undurchsichtigen Medium ununterbrochen ist und nicht durch irgendein Medium außer der Luft geht (Beispiel: Kimme+Korn, Ghostring+Korn, Diopter – mit oder ohne Röhrchen – ohne Linseneinsatz, Leuchtfaden mit oder ohne Kimme).

4.2.2 Definition der „optischen Visierung"

Alle anderen Visierungen als die offene Visierung sind „optische Visierung“ (optical sights). Es kommt dabei nicht darauf an, ob eine Größenveränderung des Zieles erfolgt oder Zielmarkierungen oder Zielhilfen sichtbar sind oder werden (Bsp: Adlerauge, Aimpoint, C-More, Doctor-sight, Zielfernrohr, Easy-Hit_PXS1000).

4.3 Dieselbe Waffe in mehreren Disziplinen

Dieselbe Waffe kann, wenn sie den jeweiligen klassenspezifischen Kriterien entspricht, mit oder ohne  Umbau in mehreren Klassen benutzt werden.

4.4 Munition

Es kann – im Rahmen der Standzulassung - jede gesetzlich zulässige Munition verwendet werden, deren Mündungsenergie bei Kurzwaffenpatronen und eine E200 bei Langwaffen von 1500 Joule nicht überschreitet. Die Ausschreibung kann Beschränkungen (Obergrenze) der Ladung vorgeben (z.B. Power-Faktor, MIP) und Material und Art der Geschosse und der Geschossform vorschreiben oder deren Einsatz beschränken (z.B. Vollmantel, Teilmantel, Wadcutter, Bleigehalt, Vollmantelgeschosse, Teilmantelgeschosse).

4.4.1 Power-Factor

Ein Mindestfaktor (Power Factor = m(in grs)*v(in fps)/1000) für die Munition ist nicht vorgeschrieben.

4.4.2 Ladehilfen

Sofern nicht anders vorgegeben können Patronen einzeln und lose geladen werden und es sind in beliebiger Anzahl Magazine, Speedlaoder, Clips, Ladehilfen und Patronenhalter erlaubt. Erlaubt sind alle für das sportliche Schießen am Wettkampftag und -ort zulässigen Längen, Kapazitäten und Bauarten.

In den „offenen" und „allgemeinen" Klassen dürfen - im Rahmen des Vorstehenden - Magazine mit bis zu 30 Schuss Kapazität eingesetzt werden. In den „Standard“ Klassen muss die Magazinkapazität auf maximal 20 Schuss begrenzt sein. Es können Beschränkungen gebrieft werden.

4.4.3 Nachladebeschrän-kung

Für einen zügigen Ablauf ist es erforderlich, dass jeder Schütze über genügend Magazine bzw. Speedloader verfügt. Der Veranstalter kann in der Ausschreibung das Nachladen von Magazinen und Speedloadern / Clips vor dem Ende des 2. String eines Direktvergleichs untersagen.

4.4.4 Ablage und Bereithalten von Munition zum nachladen

Munition darf überall am Körper des Schützen unterhalb des Kinns und auf, an und in beliebigen, auch an der Waffe befindlichen oder vom Schützen mitgeführten Halterungen und Ablagen bereit gehalten werden. Der Veranstalter muss aber keine räumlichen oder sachlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass eigene Vorrichtungen des Schützen oder Ladehilfen auf- oder abgestellt und genutzt werden können; solche dürfen die Schießbox des anderen Schützen nicht überragen und den anderen Schützen nicht beeinträchtigen.

4.4.5 Munition an der Waffe

Außerhalb des Schützenstandes soll Munition aus mit der Waffe verbundenen Behältnissen entfernt werden. Der RO kann hierzu entsprechend anweisen. Die Ausschreibung kann dies verbindlich vorschreiben.

4.5 Holsterpflicht

Für Centerfire-Kurzwaffenschützen ist die Verwendung eines Holsters für das Match vorgeschrieben. Das Holster ist auf der Körperhälfte der Schußhand des Schützen zu tragen. Die Art der Fixierung des Holsters ist nicht reglementiert.

4.5.1 Fixierung der Waffe im Holster

Das Holster muss die Waffe auch bei Bewegung des Schützen sicher halten (Sprung über ein Hindernis mit 25 cm Höhe). Bei der geholsterten Waffe muss der Abzug der Waffe vollständig abgedeckt sein.

Das Holster soll außerhalb des „Race-Mode“ eine Fixierung der Waffe ermöglichen (Safety Mode). Der Abstand zwischen Körper und Ausrüstung ist beliebig.

4.5.2 Holsterbauart

Folgende Holster sind nicht zulässig:

                Holster bei deren Verwendung regelmäßig beim Ziehen und Holstern die Mündung der Waffe ein Körperteil des Schützen überstreicht oder aus der sicheren Richtung herauszeigen würde,

                Holster, bei denen die Mündung der geholsterten Waffe auf ein Körperteil des Schützen zeigt, wenn der Schütze in entspannter Haltung steht,

                Holster, bei denen die Mündung der geholsterten Waffe außerhalb eines Radius von einem Meter um den Schützen herum auf den Boden zeigt, wenn der Schütze in entspannter Haltung steht.

4.5.3 Vorschriften für den Holstergürtel

Der Gürtel, an dem das Holster befestigt ist, muss entweder selbst oder durch den Innengürtel, an dem der Holstergürtel durchgehend oder an mindestens 5 Stellen befestigt ist, durchgehend befestigt werden oder mindestens durch drei Gürtelschlaufen geführt werden. Ausrüstung, Magazine, Taschen können beliebig befestigt sein. Ein Innengürtel  muss mindestens durch drei Gürtelschlaufen der Bekleidung geführt werden

Weitere Gürtel, auch für Ausrüstung, sind erlaubt.

4.6 Ladezustände

 

4.6.1. Allgemeine Kriterien

Der Ladezustand ist vom Vorhandensein von Munition in der Waffe und deren Ort in der Waffe abhängig.

Es kommt dabei nicht darauf an,

*   ob ein Magazin eingesetzt ist oder

*   ob die Waffe gesichert ist oder

*   ob der Hahn/die Schlagfeder gespannt, vorgespannt oder entspannt ist.

4.6.2 ungeladene Waffe

Ungeladen ist die Waffe, wenn

keine Patrone im Patronenlager/Trommel befindlich ist und

kein in die Waffe eingebautes oder eingesetztes Magazin Patronen enthält und

keine Patrone im System der Waffe (Ladelöffelraum, Zuführungsraum befindlich ist.

4.6.3 fertig geladene Waffe

Fertig geladen ist die Waffe, wenn

                eine Patrone im Patronenlager/Trommel befindlich ist.

4.6.4 teilgeladene Waffe

Teilgeladen ist die Waffe, wenn

                ohne dass die Waffe fertig geladen ist,

                ein in die Waffe eingebautes oder eingesetztes Magazin Patronen enthält und/oder

                eine Patrone im System der Waffe (Ladelöffelraum, Zuführungsraum befindlich ist.

5. Sprach-kommandos

 

5.1 Sprache, falsche Kommandos

Kommandos werden in Deutscher Sprache erteilt. Sie sollen in Englischer Sprache gegeben werden, wenn aus Sicht des RO sicher ist, dass alle Schützen diese verstehen oder ein Schütze darum bittet.

Gibt der RO nach dem Kommando "shooters in the box / Stände einnehmen“ und vor dem Kommando „Unload and show clear / Entladen und leer vorzeigen“ Kommandos, die gar nicht oder anders in diesen Regeln stehen, kann jeder betroffene Schütze einen Reshoot verlangen.

5.2 Kommando:

Shooters in the box /  Stände einnehmen

Shooters in the box /  Stände einnehmen

Der Schütze begibt sich in die Schießbox und stellt sich mit dem Gesicht und Oberkörper in Richtung Kugelfang. 

Die Waffe befindet sich im Holster oder verpackt in einem Behältnis oder – was nur bei Langwaffen zulässig  ist - in Transportposition.

Wenn es der RO nicht ausdrücklich gleichzeitig anders anweist („Waffen verpackt lassen“), werden Waffen aus einem Behältnis selbständig ausgepackt und abgelegt; Kurzwaffen können geholstert werden.

5.3 Kommando:

Load and make ready / Laden und fertig machen

Load and make ready / Laden und fertig machen

Die Schützen haben 60 Sekunden Zeit, sich auf den String /Run /Durchgang  vorzubereiten, soweit erlaubt Probeanschläge /Sightchecks zu machen, die Waffe mit beliebig vielen Patronen zu laden,  Reservemagazine, Speedloader und Nachlademunition zu positionieren und die Relaxed-Position oder die Startposition einzunehmen.

5.4 Kommando:

Are you ready / sind die Schützen bereit

Are you ready / sind die Schützen bereitWenn alle Schützen die Relaxed-Position eingenommen haben, folgt die Frage „Are You Ready /sind die Schützen bereit?“ Spätestens jetzt haben die Schützen selbständig die Startposition einzunehmen. Ist ein Schütze nicht bereit, muss er auf diese Frage sofort sowie laut und vernehmlich mit „NO“/,,Nein“ oder ,,Nicht bereit“/Not ready“  antworten. Ihm ist einmalig Gelegenheit zu geben, seine Vorbereitung innerhalb von 60 Sekunden abzuschließen und die Startposition einzunehmen. Widerspricht kein Schütze auf die Frage „Are you ready /sind die Schützen bereit“, erfolgt - nachdem alle Schützen die Startposition eingenommen haben das Kommando „Stand By /Achtung“. Dies kann auch unverzüglich gegeben werden, wenn der Schütze selbst Bereitschaft meldet („ready / bereit“).

5.5 Kommando:

Standby / Achtung

Standby / Achtung

Ab jetzt darf sich kein Schütze mehr bewegen. Das Startsignal (Art des Signals wird in der Ausschreibung beschrieben oder gebrieft), mit dem die Schießzeit beginnt, erfolgt innerhalb von 1-4 Sekunden. Nach dem Startsinnal wird geschossen.

5.6: Notfallbefehl

Stop / Halt

Feuer halt

Stop / Halt / Feuer halt

Dieser Notfallbefehl - wird nur bei Sicherheitsverstoß benutzt und nicht im normalen Schießbetrieb verwendet. Das Schießen ist von allen Beteiligten ohne Rücksicht auf den Wettkampf und die Situation sofort einzustellen, der Finger ist aus dem Abzug zu nehmen, die Waffe ist zu sichern und weiter in die sichere Richtung zu halten und das Kommando des RO abzuwarten. Die Schützen bewegen sich nicht.

5.7 Kommando:

Cease fire / Feuer einstellen, Feuer halt (Standardbefehl)

Cease fire / Feuer einstellen

Dieses Regelkommando beendet das Schießen im String /Run, wenn die Übung / der String /Run regulär beendet ist und die Schützen dennoch weiter schießen. Die Schützen stellen das Feuer ein. Entladen und geöffnetes Ablegen sowie Holstern ist erlaubt.

5.8 Kommando:

Unload and show clear / Entladen und leer vorzeigen

Unload and show clear / Entladen und leer vorzeigen

Die Schützen entladen die Waffen und zeigen das leere Patronenlager / Trommel.

Lässt sich eine Patrone nicht durch Repetieren aus dem Lager entfernen, entscheidet der RO, wie zu verfahren ist (heiß entladen oder Werkzeug - RO hält Stab bereit - benutzen).

5.9 Kommando:

If gun clear, close gun, hammer down, holster / Wenn die Waffe leer ist, Waffe schließen, abschlagen, holstern oder verpacken -

 

If gun clear, close gun, (only Centerfire classes!) hammer down, holster / Wenn die Waffe leer ist, Waffe schließen, (nur bei Zentralfeuer-Wettbewerben) abschlagen, holstern oder verpacken

Pistolenschützen schließen den Verschluss der Waffe, (nur bei HG-Divisionen) schlagen den Hammer in Richtung Kugelfang ab und holstern die Waffe. Revolverschützen schwenken die leere Trommel ein und holstern die Waffe. Waffen, für die Schütze kein Holster hat (evt. bei KK), werden statt des Holsterns in ein Behältnis gelegt und dieses geschlossen.

Bei Pistolen, die ohne Magazin nicht abgeschlagen werden können, ist der RO zu informieren; es entscheidet der RO, wie zu verfahren ist (leeres Magazin vorzeigen, dann einführen und abschlagen oder Waffe offen lassen und offene Waffe ohne weiteres Abschlagen verpacken).

5.9.1 Abschlagen nur bei Zentralfeuerwaffen

Randfeuerwaffen müssen, wenn der Schütze dies nicht will, nicht abgeschlagen werden, um Schäden am Patronenlagerrand zu vermeiden.

5.9.2 Handhabung bei Langwaffen

Langwaffen sind nach dem Abschlagen mit erneut geöffnetem Verschluss (Sicherheitsfähnchen reicht) in die Transportposition zu bringen.

5.10 Kommando:

Change boxes / Positionswechsel / Seitenwechsel

Change boxes / Positionswechsel / Seitenwechsel

Vor dem Boxwechsel ist Sicherheit (Entladen, Vorzeigen, Verpacken oder Holstern) herzustellen.

Der Seitenwechsel erfolgt durch Verlassen der Box auf deren jeweils rechten Seite. Bei Disziplinen mit mehreren Schützen git: Der Schütze, der in der linken Box geschossen hat, nimmt den geraden Weg zur linken Seite der rechten Box, der Schütze, der aus der rechten Box kommt, verlässt die Box nach rechts und nimmt den Weg zur hinteren Seite der linken Box. Der Veranstalter soll hierzu Markierungen auf dem Boden aufbringen oder ein Leitsystem einsetzen, das Wege vorgibt, die frei von Helfern und Sachen sind.

Kurzwaffen sind beim Boxwechsel zu holstern oder zu verpacken.

Für Langwaffen ist, falls ein Boxwechsel angeordnet wird, beim Wechsel der Box die Transportposition  einzuhalten.

Bereitgestellte Transportboxen sind mit zu nehmen.

5.11 Kommando:

leave the box / Stand räumen

leave the box / Stand räumen

                Die Schützen räumen die Schießboxen und den Schützenstand. An der Waffe befindliche Munition soll entfernt werden.

5.12 Kommando:

Range is clear / Sicherheit

Range is clear / Sicherheit

                Der Stand ist vom RO freigegeben.

                Schützen und Funktionspersonal bewegen sich auf dem Stand unter Einhaltung der allgemeinen Sicherheitsbestimmungen

                Waffen dürfen – auch in den Boxen - nicht gehandhabt werden.

                Laden von Magazinen, Ladehilfen, Clips und Speedloadern ist erlaubt.

5.13 Kommando:

Range is hot, cross your arms / Hot Range, Arme verschränken

Range is hot, cross your arms / Hot Range, Arme verschränken

                Schütze mit geladener Waffe an der Feuerlinie und Personen (Helfer) sind auf der Range.

                Schütze hat die Arme vor der Brust zu verschränken und so zu halten;

                Handhaben (Auspacken bzw. Berühren) von Waffen ist verboten.

                Kommando des RO (Relax/Load and make ready) ist abzuwarten

5.14 Kommando:

Relax / Entspannte Haltung einnehmen

 Relax / Entspannte Haltung einnehmen

                Schützen entspannen sich und warten auf ein Kommando des RO (Haltung entspricht der Startposition "Relaxed")

6 Matchablauf

 

6.1 Probe

 

6.1.1 Probeschüsse

Probeschüsse hat der Schütze im Rahmen der Matchvorbereitung zu erledigen. Der Veranstalter soll eine gesonderte Gelegenheit Zeit/Bahn zum Probeschiessen (sighting in) bereitstellen.

6.1.2 Probeanschläge / sight checks

Probeanschlag und Sightcheck ist bei Kurzwaffen nur mit der ungeladenen Waffe erlaubt; es soll nur ein Probeanschlag auf jedes Ziel gemacht werden.

Wenn die Startposition der jagdähnliche Anschlag (6.2.2)  ist und bei Langwaffen mit Startposition "low ready" (6.2.3.1), ist Probeanschlag auch mit der geladenen Waffe und auch ohne dass die Sicherung aktiviert ist, erlaubt; es sind mehrere Probeanschläge/Sightchecks erlaubt.

Der RO darf abweichend Probeanschläge nach Anzahl und Dauer erlauben oder begrenzen.

Einstellung und Überprüfen von Vergrößerung und/oder Leuchtpunktstärke, selbst wenn es in Richtung Ziel /Kugelfang erfolgt, ist - auch mit geladener Waffe - kein Probeanschlag.

6.2 Startpositionen

Der Schütze darf selbst oder mit seiner während des Schießens benutzten Ausrüstung in der Startposition den Rahmen berühren und/oder überragen aber nichts außerhalb der Schießbox berühren. Verstoß wird mit Verwarnung, im Wiederholungsfall mit DQ geahndet, es sei denn die Ausschreibung oder die besonderen Regeln ordnen Zeitstrafe oder Streichung des/der Treffer wegen des Fehlers an.

6.2.1 Startposition CF, Handgun

Kurzwaffen Großkaliber: „Lawman ready / Hand an der Waffe

 Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert, im Holster. Die Schusshand befindet sich am Waffengriff, der Abzugsfinger lang außen am Holster; die Position der schwachen Hand ist beliebig.

6.2.2 Startposition RF, Handgun

Kurzwaffen Kleinkaliber: „low ready“ = 45 Grad abgesenkt / Waffe zeigt auf markierten Haltepunkt auf dem Boden.

Der Schütze hält die Waffe in beliebigem Ladezustand und richtet die Mündung - unter Beachtung der 90-Grad-Regel - auf einen möglichst dauerhaft markierten Haltepunkt am Boden. Dieser Haltepunkt befindet sich ca. 1,5 Meter vor dem Schützen am Boden vor der Schießbox, um eine 45 Grad Absenkung zu erreichen. Die Waffe muss nicht gesichert sein.

6.2.3.1 Startposition aufrecht Langwaffe und Handgun mit Conversion-Kit

Langwaffen, Kurzwaffe mit Anschlagschaft: jagdähnlich

Der Schütze steht in der Schießbox und hält die Waffe - unter Beachtung der 90-Grad-Regel - in beliebigem Ladezustand im jagdähnlichen Anschlag. Die Mündung befindet sich in beliebiger Höhe, der tiefste Teil des Schaftes befindet sich nicht höher als der Hüftknochen des Schützen. Es können alternative Startpositionen oder  „low ready“ ausgeschrieben oder gebrieft werden. Die Waffe muss nicht gesichert sein. Der Schaft der Waffe muss den Schützen nicht berühren.

6.2.3.2 Startposition liegend /sitzend Langwaffe und Handgun mit Conversion-Kit

Langwaffen, Kurzwaffe mit Anschlagschaft: liegend.

Der Schütze liegt (oder sitzt) hinter seiner Waffe und hält die Waffe in beliebigem Ladezustand im Anschlag (aufgelegt oder freihändig, je nach Ausschreibung oder Briefing). Die Waffe muss nicht gesichert sein.

6.2.4 Besondere Startposition oder Ladezustände

Die Ausschreibung oder das Briefing können auch den Ladezustand vorschreiben und/oder die Positionen "Relaxed" oder „Surrender“ sowie weitere abweichende Startposition, auch mit Positionierung der Hände, der Füße oder der Waffe an festgelegten Punkten (z.B. Balken, Tisch) sowie besonders ausgewiesenen Haltepunkten vorgeben.

6.2.4.1 Besondere Relaxed

Besondere Startposition "Relaxed"

 

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert, im Holster. Beide Arme hängen locker herunter; die Hände greifen nicht an die Waffe.

6.2.4.2 Besondere Startposition, Surrender

Besondere Startposition „Surrender“.

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert, im Holster. Beide Handgelenke befinden sich über Schulterhöhe.

6.2.4.3 Besondere Startposition,

gun on the rail, Kurzwaffe, einhändig

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert und wird mit der schussstarken Hand gehalten. Sie ruht auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone. Das Handgelenk der anderen Hand befindet sich über Schulterhöhe (vgl. 6.2.4.6).

6.2.4.4 Besondere Startposition,

gun on the rail, Kurzwaffe, beidhändig

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert und wird mit einer oder beiden Händen gehalten. Sie ruht auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone.

6.2.4.4 Besondere Startposition,

gun and hand on the rail, Kurzwaffe

 

6.2.4.5 Besondere Startposition,

gun on the rail, Kurzwaffe, beidhändig

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand – sofern Sicherung vorhanden - gesichert und wird mit einer oder beiden Händen gehalten. Sie ruht auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone.

6.2.4.6 Besondere Startposition,

gun on the rail, Langwaffe / Kurzwaffe mit Anschlagschaft

Die Waffe befindet sich in beliebigem Ladezustand, wird mit der schussstarken Hand gehalten und ruht - bei beliebiger Schaftposition - auf einer Ablage, ggf. innerhalb einer markierten Zone.

 

Das Handgelenk der anderen Hand befindet sich über Schulterhöhe. Die Waffe muss nicht gesichert sein.

6.3 Anschlagsart

 

6.3.1 Anschlagsart Kurzwaffe

Anschlagsart ist stehend – oder auf Wunsch des Schützen, der vor dem Match geäußert werden muss, sitzend - freihändig. Die Waffe kann mit einer oder beiden Händen gehalten werden.

Bei Entfernungen von über 15 Metern zu mindestens einem Ziel ist die Einnahme eines beliebigen Anschlages, auch Liegendanschlag aufgelegt, nach dem Startsignal erlaubt. Während des Anschlagwechsels ist die Waffe zu sichern.

Die Ausschreibung oder das Briefing kann abweichende Anschlagsarten vorgeben, insbesondere die Verwendung eines Balkens.

6.3.2 Anschlagsart Langwaffe

Anschlagsart ist stehend – oder liegend, je nach Ausschreibung oder Briefing - auf Wunsch des Schützen, der vor dem Match geäußert werden muss, sitzend statt liegend. Angeschlagen wird aufgelegt (auf beliebigen auflagen) oder freihändig, je nach Ausschreibung oder Briefing. Die Waffe kann mit einer oder beiden Händen gehalten werden.

6.3.3. Schussentfernung

Während des Schiessens wird die Schussentfernung nicht durch Bewegung des Schützen verändert; seitlicher Positionswechsel (Schießboxenwechsel) kann in der Ausschreibung vorgesehen werden und ist innerhalb eines Strings möglich. (Mehrdistanzschießen aus unveränderter Position).

6.4 Störungen

Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen, auch beim Bruch von Waffenteilen.

6.4.1 Störung vor dem Start:

Störung vor dem Start:

Sollte der Schütze die Störung nicht vor dem Start innerhalb von 60 Sekunden nach der Verneinung der Frage „are you ready/ist der Schütze bereit“ beseitigen können, erhält er eine weitere Gelegenheit, die Störung innerhalb von 60 Sekunden zu beseitigen. Hilfe Dritter ist mit Erlaubnis des RO gestattet. Gelingt dies nicht, wird die Übung als nicht geschossen (DNF) bzw. der String als „LOSS“ gewertet, es sei denn, der Schütze beantragt einen Waffenwechsel nach den Vorschriften dieses Regelwerkes.

6.4.2 Störung nach dem Start:

Störung nach dem Start:

Bei Störung innerhalb eines Strings wird nach den allgemeinen Regeln gewertet.

6.5 Recht auf Waffenwechsel

Der Schütze hat im laufenden Wettkampf, beim Wettkampf "Mann gegen Mann“ während des Direktvergleichs einmalig, das Recht, einen Waffenwechsel zu beantragen. Er bekommt dann 15 Minuten Zeit, mit einer Austauschwaffe zu erscheinen und den Direktvergleich fortzusetzen. Das Match wird zwischenzeitlich mit den folgenden Paarungen fortgesetzt. Der RO entscheidet über den Zeitpunkt der Fortsetzung des unterbrochenen Direktvergleichs.

6.5.1 Durchführung des Waffenwechsels

Waffenwechsel:

Ein Waffenwechsel oder der Austausch wesentlicher Teile (Griffstück, Lauf, Verschluss, Waffenbeschwerungen, Mündungsbremse) ist möglich. Hierfür gilt:

Es kann der Schütze innerhalb des Matches vor oder nach einem Direktvergleich jederzeit  seine Waffe – auch mehrfach - gegen eine regelkonforme andere Waffe austauschen.

Während eines laufenden Direktvergleichs gilt:

Der Schütze darf in diesem Direktvergleich und dem Rest des Matches dann die ausgetauschte Waffe nicht mehr verwenden. In diesem Fall wird der Direktvergleich – nach Beendigung und Wertung eines ggf. im Augenblick der Störungsmeldung laufenden (ab Kommando Achtung/Standby) Strings - unterbrochen, die „gestörte“ Waffe dem RO übergeben und von diesem für den Rest des Matches gesperrt und verwahrt.

7. Ablauf des Schießens

Der Ablauf ergibt sich aus der Ausschreibung und, soweit diese keine Bestimmungen enthält, aus diesem Regelwerk.

7.1 Wartezone für Schützen vor dem Aufruf

Der jeweils nächste Schütze / die nächsten Schützen wartet während des laufenden Schießens schon mit vollständiger Ausrüstung auf den Aufruf. Es soll eine spezielle Wartezone in Sichtweite der Schießboxen eingerichtet werden.

7.2 Einnehmen der Stände

Nach Aufforderung durch den RO („Stände einnehmen / Shooter(s) in the box“) betreten die wartenden Schützen die Schießbox. Mangels Vorgabe oder Losentscheid weist der RO die Box zu.

7.3 Vorbereitung auf das Schießen

Mit dem Kommando „Load and Make Ready/Laden und Fertigmachen“ haben die Schützen 60 Sekunden Zeit, sich auf den ersten String vorzubereiten. Nach Abschluss der Vorbereitung kann der Schütze in der Relaxed-Position verharren oder die Startposition einnehmen.

7.4 Warten in der Relaxed-Haltung

Wenn alle Schützen die Relaxed-Position oder die Startposition eingenommen haben, folgt die Frage „Are You Ready/Sind die Schützen bereit?“ Spätestens jetzt muss die Startposition eingenommen werden oder der Mangel der Bereitschaft gemeldet werden. Schützen können selbständig Bereitschaft melden, um die Frage durch den RO zu vermeiden.

7.5 „Stand by/Achtung“

Befinden sich alle Schützen in der Startposition kommt das Kommando  „Stand by/Achtung“: Ab jetzt darf sich kein Schütze mehr bewegen

7.6 Schießen nach dem Startsignal

Nach dem - gebrieften - Startsignal beschießt  jeder Schütze die ihm zugewiesenen Ziele entsprechend der Ausschreibung oder dem Briefing für die Stage.

Das Beschießen mehrerer Ziele mit demselben Schuss ist erlaubt.

7.6.1 Schusszahl

Die Schusszahl ist beliebig, wenn die Ausschreibung - außer beim Shootoff  - keine Mindest- oder Höchstzahl von abzugebenden Schüssen vorschreibt und eine solche auch beim Briefing auf der Stage nicht bekannt gemacht wurde. Die Ausschreibung oder das Stagebriefing kann die Anzahl der einsetzbaren Magazine/Speedloader begrenzen.

7.6.2 Schießzeit

Die Schiesszeit ist beliebig, wenn die Ausschreibung keine Beschränkung ankündigt und eine solche auch beim Briefing auf der Stage nicht bekannt gemacht wurde.

Beim Shootoff kann der Schießleiter einen Abbruch des Strings durchführen, wenn er diesen 30 Sekunden zuvor angekündigt hat (Hornsignal empfohlen).

7.7 Vorgabe der Reihenfolge, in der  die Ziele zu beschießen sind

Gibt es eine Stopplatte, ist dies die letzte zu beschießende Platte. Ein Treffer auf die Stopplatte beendet den Run.

Im Shootoff gilt: Der Schütze in der rechten Box beschießt nach dem Startsignal die ihm zugewiesenen Ziele, das am weitesten links stehende Ziel  zuletzt. Der Schütze in der linken Box beschießt nach dem Startsignal die ihm zugewiesenen Ziele, das am weitesten rechts stehende Ziel zuletzt.

Alle anderen Ziele können in beliebiger Reihenfolge beschossen werden (Freestyle).

7.8 Erzwungenes Nachladen / Forced Reload

Wenn kein ausdrücklicher Dispens in der Ausschreibung oder beim Stagebriefing erteilt ist, ist in jedem String nach dem ersten und vor dem letzten Schuss, beim Shootoff nach dem Fall der ersten eigenen Platte und vor dem Fall der letzten eigenen Platte im String, ein Nachladen / Reload durchzuführen. Hierzu ist mindestens eine Patrone in die Waffe oder in das verwendete Magazin nachzuladen oder ein neues Magazin so in die Waffe einzuführen, dass aus diesem mindestens eine Patrone geladen wird. Bei Revolvern ist mindestens eine Patronenhülse aus der Trommel zu entfernen. Hierbei darf

- die ungeladene Waffe ungesichert und geöffnet (Trommel ausgeschwenkt oder Verschluss offen oder Schlitten hinten gefangen) abgelegt werden

oder

- die gesicherte Waffe, ungeladen oder geladen, geholstert werden.

7.9 Auswertung des String

Nachdem der String beendet ist wird das Ergebnis / der Sieger vom RO festgestellt, verkündet und notiert. Der Schütze hat das Recht, Messergebnisse zu sehen.

7.10 Vorbereitung des Platzwechsels

Sind weitere Strings nach dem geschossenen aus anderer Box / Position zu schießen, werden auf Aufforderung des RO die Positionen gewechselst, ggf. die Boxen getauscht. Vor dem Boxenwechsel und vor dem Räumen des Standes wird Sicherheit hergestellt. Es erfolgt dazu zunächst das Kommando „ Entladen und leer vorzeigen“/ „Unload and show clear“. Nach Prüfung durch die Aufsicht  folgt das Kommando „If gun clear, close gun, (only in Centerfire classes!) hammer down, holster / Wenn die Waffe leer ist, Waffe schließen, (nur bei Zentralfeuer-Wettbewerben)) abschlagen, holstern oder verpacken. Langwaffen bringt der Schütze selbständig in Transportposition.

7.10.1 Platzwechselkommando

Stellungswechsel erfolgt auf Kommando „“Change boxes / Boxenwechsel“ oder „Change Position / Standwechsel“.

Nach dem Platzwechsel bereiten sich die Schützen auf Kommando auf den nächsten String vor und es werden weitere Strings, wie oben geregelt, geschossen.

7.10.2 vorgesehene Platzwechsel

Platzwechsel erfolgen nach dem vorgesehenen Disziplinablauf.

Die Schützen wechseln beim Wettkampf "Mann gegen Mann" in den Kurzwaffendisziplinen die Boxen einmal im Direktvergleich, und zwar nach dem ersten (2 Gewinnstrings) bzw. dem zweiten (3 Gewinnstrings) von einem Schützen gewonnenen String. Bei Langwaffendivisionen kann die Ausschreibung dies vorsehen oder der RO hierzu anweisen.

7.11 Nachladen ohne Kommando

Ist ein weiterer String / Run  nach dem geschossenen String / Run zu schießen, ohne dass ein Boxen- oder Standwechsel zu erfolgen hat, wird von den Schützen selbständig nachgeladen und erneut die Relaxed- oder Startposition aufgenommen. Die Schützen können selbst ihre Bereitschaft melden. Das Schießen wird dann dort fortgesetzt.

7.12 Auswertung des Direktvergleichs

Sind alle Strings geschossen, wird das Ergebnis festgestellt, und verkündet. Der Schütze hat das Recht, Messergebnisse zu sehen.

7.13 Räumung des Schützenstandes

Nachdem Sicherheit hergestellt wurde, wird auf das Kommando „leave the box / Stand räumen“ der Stand geräumt. Die Bahn wird mit „range is clear / Sicherheit“ freigegeben.

8. Wertung

Die Wertung des Schießens bildet eine klassische Wettbewerbssituation ab, in der es darum geht, im direkten Vergleich mit allen anderen teilnehmenden Schützen - als Besonderheit gegenüber dem typischen Schießwettkampf beim Shootoff „Mann gegen Mann“ in unmittelbarer Kenntnis der Ergebnisse und Fortschritte des jeweils zeitgleich schießenden Gegners -  unter Einhaltung strenger Regeln ein Ergebnis zu erzielen, das nach dem Wertungssystem „besser“ ist, als das des Gegners.

Gewertet wird in der Regel über die Vergleiche der als Ergebnis erzielten Zeit. Fehlschüsse führen zu Strafzeiten.

Bei einigen Standardübungen (Hanging Plates) erfolgt die Wertung über die Anzahl der Treffer (Hits), die vom Schützen mit jeweils begrenzter Schusszahl und in begrenzter Zeit erzielt wurden.

8.1 Stagewertung

Es gewinnt der Schütze die Stage, der das nach der Ausschreibung beste Ergebnis der Stage erzielt hat.

In der Ausschreibung kann der Veranstalter zur Kompensation von objektiven Nachteilen Regeln aufstellen, z.B. Zeitgutschriften oder Positionsvorteile gewähren.

8.2 Stringwertung bei Direktvergleich

Es gewinnt - bei Wettkampf Mann gegen Mann - den String der Schütze, gegen dessen Gegner ein „Loss of string“ verhängt wird.

Ansonsten gewinnt der Schütze beim Shootoff den String, dessen der gegnerischen Seite nächststehende Platte nach dem vorgeschriebenen Nachladen und dem erfolgreich zum Fall führenden Beschießen der anderen Platten zuerst fällt. Dies gilt auch, wenn die letzte Platte mit demselben Schuss wie die vorletzte Platte getroffen wird und vor oder mit der vorletzten Platte fällt, wenn der Schütze nach dem Doppeltrefferschuss keinen weiteren Schuss mehr abgibt.

8.3 Direktvergleichs-wertung

Es gewinnt - bei Wettkampf Mann gegen Mann - dem Direktvergleich der Schütze, gegen dessen Gegner ein „Loss of duell“ verhängt wird.

Ansonsten gewinnt der Schütze beim Shootoff-Direktvergleich den Direktvergleich, der zuerst die für einen Sieg ausgeschriebene Anzahl von Strings gewonnen hat.

Der RO stellt den Sieger des Direktvergleichs und die Anzahl der jeweils gewonnenen Strings fest.

8.4 Matchwertung bei Einzelwertung

Es gewinnt beim Einzelwettkampf der Schütze das Match, der das nach der Ausschreibung beste Ergebnis (schnellste Zeit / höchste Hitzahl) bei Gesamtbetrachtung aller Stages erzielt hat.

Es gewinnt beim Mannschaftswettkampf die Schützenmannschaft das Match, bei denen die Summe der Zählergebnisse unter Außerachtlassung der Streichergebnisse der das nach der Ausschreibung beste Ergebnis bei Gesamtbetrachtung aller Stages erzielt hat.

8.5 Matchwertung bei Direktvergleich

Es gewinnt beim Wettkampf "Mann gegen Mann", derjenige, der die Divisionswertung gewinnt.

Der Gewinner der Division wird im Doppel-KO-System oder im „Round-Robin“-Modus „Jeder gegen Jeden“ ermittelt. Das Gruppensystem genießt den Vorzug. Die Systeme können in der Vorrunde auch gemischt eingesetzt werden. Hierbei sollen die Squadmitglieder durch das Los bestimmt werden, ebenso die Startplätze und die sich daraus ergebenden Paarungen der Direktvergleiche.

8.6 Matchwertung bei Direktvergleich in einer Squad

Es gewinnt, bei nur einer Squad, der Schütze das Match in der Division, der im Doppel-KO-System nicht mehr als einen Direktvergleich verliert.

Es gewinnt, bei nur einer Squad, der Schütze das Match in der Division, der im Modus „Jeder gegen Jeden“

-          die meisten Direktvergleiche gewonnen hat, bei dann bestehendem Gleichstand

-          der, der während des Matches weniger Strings im Verhältnis zu den gewerteten Direktvergleichen (auch Freilose) verloren hat, bei dann bestehendem Gleichstand

-          der, der den direkten Vergleich gewann.

Bei Gleichstand von 3 Schützen wird der Sieg in dieser Gruppe (erneut) ermittelt, wenn der Matchdirektor den Sieg nicht teilt.

8.7 Matchwertung bei Start in mehreren Squads

Bei mehreren Squads werdenSieger und Platzierte aus den Squadsiegern, bei 2 Squads aus den jeweils beiden Bestplatzierten jeder Squad, in einem Finale ermittelt; hier wird die Squadwertung nicht fortgeschrieben. Die Siegerermittlung erfolgt ebenso bei nur einer Squad aus den  besten drei Schützen der Squad, wenn der MD dies nicht vor dem ersten Schuss des ersten Direktvergleichs anders anordnet; hier wird die Sqaudwertung fortgeschrieben.

Der Veranstalter kann auch nachrangige Platzierungen in -Quasi-Finals durch den vorstehenden Modus ermitteln; geschieht dies nicht, wird die Platzierung geteilt. Gleichrangige Platzierungen in verschiedenen Squads sind als gleich zu werten.

8.8 Wertung in Divisionen

Es gibt für jede Waffen gemäß der jeweiligen Ausschreibung eine eigene Division. Für die Division können neben der Einzelwertung auch Teamwertungen ausgeschrieben werden.

8.9 Einzelausschrei-bung der Divisionen

Es kann bei der Ausschreibung und Wertung unterschieden werden zwischen

     den Waffenarten Kurzwaffe und Langwaffe,

     bei den Kurzwaffen zwischen Pistolen und Revolvern sowie Kurzwaffen ohne und mit Anschlagschaft/Chassis,

     bei den Langwaffen zwischen Flinten und Büchsen,

     bei Flinten zwischen Einzelladern, Selbstladern und Repetierern,

     bei Büchsen zwischen Selbstlade- und Repetierbüchsen,

     bei den Munitionsarten zwischen Zentralfeuerpatronen und Randfeuerpatronen,

     bei den Visiereinrichtungen bei allen Waffen zwischen offener und optischer Visierung.

8.9.1 Zusammenlegung von Divisionen

Zusammenlegung von Divisionen (Disziplinen)

Liegen nicht genügend Teilnehmermeldungen für die Bildung selbständiger Divisonen zur Austragung vor, werden die einzelnen Wettbewerbe für eine ganz oder teilweise gemeinsame Austragung ganz oder teilweise zusammengelegt und gemeinsam ausgetragen.

Vorrang hat es, allen den zu den ausgeschriebenen Klassen gemeldeten und angetretenen Schützen die Gelegenheit zur Teilnahme am Wettbewerb zu geben.

Es ist zunächst im Kreis der Schützen – ungeachtet etwaiger Meldefristen - zu Nachmeldungen aufzufordern. Bleibt dies erfolglos, ist innerhalb der Oberpunkte der technischen Spezifikationen zusammenzulegen. Das Reglement sieht stets eine "allgemeine Klasse“ vor, in der alle Waffen der jeweiligen Oberkategorie einsetzbar sind.

8.9.2 Bildung von Unterdivisionen und Categories

Als Einzelwertung können vom Veranstalter – neben Overall - folgende Categories (durch die Bildung eigener Unterdivisions und Squads) anerkannt werden:

Lady (weibliche Teilnehmer am ersten Matchtag älter als 20 Jahre)

Junior (am ersten Matchtag nicht älter als 20 Jahre)

Senior  (am ersten Matchtag älter als 50 Jahre)

8.10 Teamwertungen

Teamwertungen

Es können Teamwertungen (Addition der Ergebnisse oder Addition der Platzierungen) erfolgen. Grundsätzlich werden Teams für Centerfire und Rimfire getrennt gewertet.

In der Ausschreibung kann der Veranstalter innerhalb dieser Kategorien die Teamwertungen weiter für einzelne ausgeschriebene Divisionen differenzieren.

Jeder Schütze kann in jeder angebotenen Teamwertung einmal starten und einmal gewertet werden. Mindestens drei und höchstens vier Schützen bilden ein Team. Die besten Platzierungen der drei besten Teammitglieder werden addiert; liegen vier Ergebnisse vor, wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.

            Für eine Teamwertung sind mindestens 3 Meldungen von Teams erforderlich.

8.11 Mehrwaffen-matches

Die Ausschreibung kann die Verwendung mehrerer Waffen auf einer Stage oder in einem Wettkampf vorsehen oder mehrere Stages oder Matches mit verschiedenen Waffen zu einer gemeinsamen Wertung zusammenfassen (multiple-gun-match).

9. Sanktionen

Strafen, und Protest, Wettkampfgericht

9.1 Verwarnung

Eine Verwarnung wird verhängt bei einfachen, nicht grob sicherheitsrelevanten Verstößen

9.1.1 Verwarnung außerhalb der Schießbox

Eine Verwarnung wird verhängt bei folgenden Situationen:

nicht rechtzeitiges Einnehmen der Warteposition nach Aufruf,

nicht rechtzeitiges Einnehmen der Startposition (Box) nach Aufruf,

wenn der Schütze mit einer gespannten Waffe im Holster, gleich ob gesichert oder nicht, außerhalb der Sicherheitszone angetroffen wird,

wenn der Schütze außerhalb der Sicherheitszone mit einer gepolsterten Waffe mit eingesetztem Magazin, gleich ob die Waffe gespannt oder gesichert ist, angetroffen wird,

wenn die Mündung der geholsterten Waffe auf ein Körperteil des Schützen zeigt; dem Schützen ist nach der Verwarnung die Gelegenheit zu geben, ggf. in der Sicherheitszone, Regelkonformität herzustellen.

9.1.2 Verwarnung an Feuerlinie und in der Schießbox

Verwarnung wird verhängt:

9.1.2.1 Probeanschlag, Sightcheck

bei Probeanschlag/ Sightcheck mit geladener Kurzwaffe,

bei mehr als einem Probeanschlag (auf jedes Ziel) mit ungeladener Kurzwaffe, nachdem der RO dies untersagt hat,

bei weiteren Probeanschlägen mit einer Waffe, bei der die Startposition der jagdähnliche Anschlag ist oder mit Langwaffe aus "low ready"-Position, nachdem der RO dies untersagt hat.

9.1.2.2 Bewegungs-, Positions- und Haltungsfehler

bei wiederholtem Fußfehler (regelwidrige Berührung des Bodens außerhalb der Schießbox),

bei erneuter Einnahme einer falschen Startposition nach Hinweis des RO,

nach Fehler beim Positionswechsel (z.B. falsche Richtung), wenn es dabei zu Berührung des RO, des anderen Schützen oder dessen Ausrüstung kam,

bei Verlassen der Schießbox mit geladener Waffe im Holster (auch beim Box-/Platzwechsel) ohne Aufforderung des RO,

bei Bewegen oder Schussabgabe nach dem Kommando „Achtung/Stand By“ und vor dem Startsignal (Creeping, Frühstart),

wenn der Schütze eine geladene, ungesicherte und gespannte Waffe im Holster loslässt.

9.1.2.3 Fehlfunktion und Fehler bei Störungsbeseiti-gung

Eine Verwarnung wird verhängt:

wenn eine Waffe „doppelt“,

wenn der Schütze den Finger bei Störungsbeseitigung nach vormaligem Hinweis des RO erneut nicht aus dem Abzug nimmt.

9.2 Nullwertung, Höchststrafe

 

9.2.1 Nullwertung, Höchstzeitstrafe, Strafpunkte, Loss of String

Eine „Nullwertung“ bzw. die Höchstzeit und die Höchststrafpunkte oder ein „LOSS of string“ im Direktvergleich wird für den folgenden, ersatzweise den aktuellen, ersatzweise den vorhergehenden String verhängt,

                bei der zweiten Verwarnung in einem Direktvergleich, wobei Verwarnungen vor dem Aufruf zum Direktvergleich für den nächsten folgenden Direktvergleich zählen,

                Schussabgabe nach dem Kommando „Are you ready/sind die Schützen Bereit“ vor dem Kommando „Stand by/Achtung“,

                Fußfehler oder Kontakt zu Sachen außerhalb der Box (Verstoß gegen RN 3.2) während der Abgabe eines Schusses im String,

                bei Fall der letzten Platte vor dem ersten regelkonformen Nachladen,

                bei Fall der nach der Regel zuletzt zu Fall zu bringenden Platte vor dem Fall der übrigen Platten, wobei die Anzahl der bis dahin getroffenen Platten des Gegners unerheblich ist, es sei denn, der Schütze gibt nach dem Schuss auf die Stopplatte keinen weiteren Schuss ab,

                Beschießen der Stop-Platte des Direktvergleichsgegners,

                wenn der Schütze im String länger als 120 Sekunden keinen Schuss abgibt

                Schütze nimmt beim Anschlagswechsel und/oder Nachladen den Finger nicht aus dem Abzug.

9.2.2 Nullwertung, Höchststrafe, Loss of duell

Eine „Nullwertung“ bzw. die Höchstzeit und die Höchststrafpunkte oder ein „Loss of duell“ wird verhängt,

* bei Nichtantreten nach dem zweiten Aufruf,

* bei unbeabsichtigter Schussabgabe auf das Kommando  „Hammer down“ des RO.

9.4 Disqualifikation

Eine Disqualifikation wird verhängt bei erheblichen, und grob sicherheitsrelevanten Verstößen

9.4.1 Division DQ

Division-DQ

Eine Disqualifikation für die aktuelle Division erfolgt,

                wenn die Waffe mehr als 90° zur Kugelfangmitte ausgeschwenkt wird  (auch beim Holstern),

                Sweeping mit gezogener Waffe (auch beim Holstern),

                wenn der Schütze eine geladene Waffe fallen lässt,

                wenn der Schütze eine geladene Waffe – außer auf Anweisung des RO - ablegt (Kontaktverlust),

                bei unbeabsichtigter Schussabgabe (außer bei „Hammer down“ auf Kommando des RO), insbes. beim Nachladen oder einer Störungsbeseitigung,

                Treffen eines Zieles aus einer Entfernung, die geringer ist, als der Sicherheitsabstand,

                Geschosseinschlag innerhalb von 3 m vor der Schießbox in Boden, Wand oder -Decke.

Im Falle einer Disqualifikation nach dieser Bestimmung wird das Startgeld nicht erstattet. Der Anspruch des Teilnehmers auf alle sonstigen Leistungen während des Matches und den Pricetable sowie die Teilnahmemöglichkeit an Sidematches bleibt unberührt.

9.4.2 Day-DQ

Day-DQ

Eine Disqualifikation für den Rest des laufenden Wettkampftages erfolgt,

                wenn der Schütze mit geladener Waffe außerhalb einer Übung angetroffen wird,

                wenn der Schütze eine zu Boden gefallene Waffe ohne Erlaubnis eines RO aufhebt,

                bei Hantieren (Entnahme aus dem Behältnis oder Ziehen aus dem Holster) mit Kurzwaffen außerhalb der Sicherheitszone,

                bei Verstoß gegen die Regeln zum Verhalten in der Sicherheitszone,

                bei Verstoß gegen die Regeln zum Verhalten im Waffenabstellbereich

                potentiell gefahrenrelevanter Sicherheitsverstoß.

 

Im Falle einer Disqualifikation nach dieser Bestimmung wird das Startgeld nicht erstattet. Der Anspruch des Teilnehmers auf alle sonstigen Leistungen während des Matches und den Pricetable sowie die Teilnahmemöglichkeit an Sidematches bleibt unberührt.

9.4.3 Match DQ

Match-DQ

Eine Disqualifikation für die gesamte Veranstaltung erfolgt

                bei grob unsportlichem Verhalten,

                bei Schaffung einer konkreten Gefahrenlage,

                wenn der Schütze unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Schießen teilnimmt.

In diesem Fall der Disqualifikation entfällt der Anspruch auf den Pricetable auch für abgeschlossene Wettkämpfe sowie die weitere Teilnahmemöglichkeit und Wertung bei Sidematches. Es wird das Startgeld nicht erstattet.

Die ISSA ist berechtigt, Meldungen dieses Teilnehmers bei künftigen Wettkämpfen für angemessene Zeit unberücksichtigt zu lassen.

9.5 Konkurrenzregel bei Strafen

Zusammentreffen von Verwarnung und DQ

Bei Vorliegen eines Disqualifikationsgrundes neben einem Verwarnungsgrund wird statt der Verwarnung der DQ ausgesprochen.

9.6.Einspruch

Ein Einspruch hat beim DQ keine aufschiebende Wirkung; über den Einspruch ist spätestens vor der Preisverleihung zu entscheiden. Wird dem Einspruch stattgegeben, ist der Schütze bei der Siegerehrung zu rehabilitieren und das Startgeld für nicht abgeschlossene Wettkämpfe zu erstatten.

9.7 Protest

Ein Protest ist innerhalb einer Stunde nach dem Vorfall (Strafe, Funktionärsentscheidung, Nichtahndung von Regelverstoß, Regelverstoß, Fehlerhafte Wertung), der dem Protest zugrunde liegt, schriftlich beim Match Director oder dem von ihm benannten Funktionär einzureichen. Ist der Schütze an der Protesteinlegung gehindert, beginnt die Frist mit dem Ende der Verhinderung. Die angegriffene Maßnahme (Entscheidung, Tun oder Unterlassen) ist zu bezeichnen. Eine Begründung soll gegeben werden. Beweismittel sollen bezeichnet werden. Die Protestgebühr beträgt 50 Euro und wird zurückerstattet, wenn dem Protest stattgegeben wird.

9.8 Wettkampfgericht

Die Protest-Jury besteht aus drei Match –Teilnehmern mit Schiessleiter/RO-Lizenz, die vom MD benannt werden. Sie sollen möglichst nicht mehrheitlich aus der kleinsten Organisationseinheit stammen, dem der Protestführer angehört. Dem Protest ist stattzugeben, wenn die angegriffene Maßnahme regelwidrig war und der Protestführer damit in seinen Chancen beim Match beeinträchtigt wurde.

Das Wettkampfgericht fällt Tatsachenentscheidungen, die nach dem Wettkampf nicht geändert werden können. Bei Fehlentscheidungen ist der Betroffene zu rehabilitieren und sportlich fair zu entschädigen. Geldentschädigungen sind ausgeschlossen.

 

ISSA Regelwerk, Anhang 1, „Klassen“

Waffenspezifikationen nach Art, Typ und Einstufung

Zeile

Teil 1

Allgemeine Regeln für alle Waffen

 

1.1 Allgemeines

Regeln und Beschränkungen der am Austragungsort geltenden Waffengesetze sind einzuhalten. Soweit keine Regelungen vorhanden sind, (z.B. für Größe, Gewicht, Lauflänge, Magazinkapazität, Visiereinrichtung) ist – im Rahmen der Gesetze - beliebige Ausführung zugelassen.

1

1.2 An- und Umbauten, Gimmicks, Kompensatoren, Ports

Mündungsbremsen, Feuerdämpfer, Kompensatoren oder Portings sind, soweit nicht ausdrücklich verboten, erlaubt. Ihr Vorhandensein bedingt ggf. die Einstufung der Waffe in eine Wettbewerbsklasse. Dasselbe gilt für - mit Erlaubnis besessene - Schalldämpfer, deren Einsatz aus Umweltschutz- und Immissionsschutzgründen verbandsseitig befürwortet wird.

2

1.3 Abzugswiderstand

Der Abzugswiderstand muss mindestens 907 Gramm (2 lbs) betragen.

3

1.4 Griffe

Es sind – im Rahmen der Gesetze beliebige Schäfte, Auflagen, Stützen, Ablagen und Griffe, auch Form- und Anbaugriffe, erlaubt

4

1.5 Lauflänge

Die Lauflänge bei Kurzwaffen beträgt mindestens 76,2 mm (3 Zoll), höchstens 29,84 cm (11,75 Zoll).

5

Teil 2

Waffenspezifikationen

6

2.1 Spezifikation der Wettbewerbs-klasse durch 3-stellige Kennziffer für die jeweilige Klasse

nach Waffenarten, Waffentypen und Einstufung

* Arten: Ziffer 1-6 an Pos 1 der Kennummer

* Typen: Ziffer 1-7 an Pos. 2 der Kennummer

* Einstufung: Ziffer 1-5 an Pos. 3 der Kennummer

7

2.2 Waffenarten

Kennnummer an Pos 1 der Kennziffer

Waffenarten, munitionsspezifisch

1-N-N: Kurzwaffen, Zentralfeuerpatrone, (Handgun, HG)

2-N-N: Kurzwaffen, Randfeuerpatrone, (Handgun rimfire, HGRF)

3-N-N: Langwaffen, Flinte, (Shotgun, SG)

4-N-N: Langwaffe, Büchse, Zentralfeuer, Kurzwaffenpatrone, (Rifle, Handguncartridge, RHGC)

5-N-N: Langwaffe, Büchse, Zentralfeuer, Langwaffenpatrone, (Rifle R)

6-N-N: Langwaffe, Büchse, Randfeuerpatrone (Rifle, Randfeuerpatrone, RRF)

8

2.3 Waffentypen

Kennnummer an Pos 2 der Kennziffer für die Disziplin

Waffentypen, konstruktionsbedingt

* Kurzwaffen: Pistole (P), Revolver (R),  Handwaffe mit Anschlagschaft, converted (C), Zusammenfassung möglich

*   Flinten: bei Einzelladerflinten nach Auswerfertyp (ejector operated / not ejector operated ) und bei Mehrladerflinten nach Funktionsprinzip (manually, semiauto), Zusammenfassung möglich

*   Büchsen: nach Funktionsprinzip (manually, semiauto), Zusammenfassung möglich

9

2.4 Waffeneinstufung

nach Bauart bzw. Visierung (Iron sights = i, optical sights = o, any sights = a, open class =! i, allgemein, any class (A)

Kennnummer an Pos 3 der Kennziffer für die Disziplin

10

Teil 3

Klassen nach Spezifikation

Waffeneinstufungen

11

3.1 Waffeneinstufung

(Kennnummer an Pos 3 der Kennziffer)

Bauartbedingte Waffeneinstufungen, möglich sind:

N-N-1: Standard Klasse, iron sights (SKi)

N-N-2: Standard Klasse, optical sight (SKo)

N-N-3: Standard Klasse, any sight (SKa)

N-N-4: Offene Klasse (OK)

N-N-5: Allgemeine Klasse, Any (AK)

12

3.2 Standard Klasse, iron sights (1 an Pos. 3; N-N-1)

Standard Klasse, iron sights (SKi):

offene Visierung aus beliebigem Material,

keine elektrischen/elektronischen Abzüge,

kein Mündungsfeuerdämpfer,

keine Schalldämpfer,

keine Mündungsbremsen,

keine Kompensatoren,

kein Lauf-Porting,

13

3.3 Standard - optical sight (2 an Pos. 3; N-N-2)

Standard Klasse - optical sight (SKo):

Optische Visierung,

erfüllt ansonsten die Bedingungen der Standard-Klasse

14

3.4 Standard - any sight (3 an Pos. 3; N-N-3)

Standard Klasse - any sight (SKa):

Offene oder optische Visierung,

erfüllt ansonsten die Bedingungen der Standard-Klasse

15

3.5 Offene Klasse (4 an Pos.3; N-N-)

Offene Klasse (OK):

Waffe erfüllt mindestens eine der Bedingungen für die Standard Klasse iron sights nicht

16

3.6 Allgemeine Klasse, Any (5 an Pos. 3; N-N-5)

Allgemeine Klasse, Any (AK)

Zusammenfassung aller Spezifikationen

17

Teil 4

Einzelne Waffen (Typen)

 

18

4.1 Waffenart, Kurzwaffe (Handgun), Zentralfeuerpatrone (1 an Pos. 1)

Kurzwaffe, Zentralfeuerpatrone (CenterFire)

Kaliber: mindestens 6,5 mm (0.256“), höchstens 11,52 mm (0.453“)

Hülsenlänge: mindestens 18,9 mm

19

4.1.1 Waffentyp, Pistole (handgun, pistol) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Pistole (P), möglich sind:

HG-SKiP, Kennziffer 1.1.1.

HG-SKoP, Kennziffer 1.1.2

HG-SKaP, Kennziffer 1.1.3

HG-OKP, Kennziffer 1.1.4

HG-AKP, Kennziffer 1.1.5

20

4.1.2 Waffentyp, Revolver (handgun, revolver) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Revolver (R), Single oder Double Action, möglich sind:

HG-SKiR, Kennziffer 1.2.1.

HG-SKoR, Kennziffer 1.2.2.

HG-SKaR, Kennziffer 1.2.3.

HG-OKR, Kennziffer 1.2.4.

HG-AKR, Kennziffer 1.2.5

21

4.1.3 Waffentyp, Kurzwaffe mit Anschlagschaft (Handgun, converted) (3 an Pos. 2; N-3-N)

Kurzwaffe mit Anschlagschaft / Converted Handgun, möglich sind: (C)

HG-SKiC, Kennziffer 1.3.1.

HG-SKoC, Kennziffer 1.3.2.

HG-SKaC, Kennziffer 1.3.3.

HG-OKC, Kennziffer 1.3.4.

HG-AKC, Kennziffer 1.3.5

22

4.1.4 Waffentyp, Any Handgun (4 an Pos. 2; N-4-N)

Any Handgun (HG), Zusammenfassung von Pistolen und Revolvern und KW mit Anschlagschaft, möglich sind:

HG-SKiA, Kennziffer 1.4.1.

HG-SKoA, Kennziffer 1.4.2.

HG-SKaA, Kennziffer 1.4.3.

HG-OKA, Kennziffer 1.4.4.

HG-AKA, Kennziffer 1.4.5

23

4.2 Waffenart, Kurzwaffe, Randfeuerpatrone (2 an Pos. 1)

Kurzwaffe, Randfeuerpatrone (Rimfire)

Kaliber:.höchstens 5,6 mm  (0.22“)

24

4.2.1 Waffentyp, Pistole RF (handgun, rimfire,pistol) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Rimfire-Pistole (P), möglich sind:

HGRF-SKiP, Kennziffer 2.1.1.

HGRF-SKoP, Kennziffer 2.1.2.

HGRF-SKaP, Kennziffer 2.1.3.

HGRF-OKP, Kennziffer 2.1.4.

HGRF-AKP, Kennziffer 2.1.5

25

4.2.2 Waffentyp, Revolver RF (handgun, rimfire, revolver) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Rimfire-Revolver (R), Single oder Double Action, möglich sind:

HGRF-SKiR, Kennziffer 2.2.1.

HGRF-SKoR, Kennziffer 2.2.2.

HGRF-SKaR, Kennziffer 2.2.3.

HGRF-OKR, Kennziffer 2.2.4.

HGRF-AKR, Kennziffer 2.2.5

26

4.2.3 Waffentyp, Kurzwaffe RF mit Anschlagschaft (handgun, rimfire, converted) (3 an Pos. 2; N-3-N)

Rimfire-Kurzwaffe mit Anschlagschaft / Converted Handgun (C), möglich sind:

HGRF-SKiC, Kennziffer 2.3.1.

HGRF-SKoC, Kennziffer 2.3.2.

HGRF-SKaC, Kennziffer 2.3.3.

HGRF-OKC, Kennziffer 2.3.4.

HGRF-AKC, Kennziffer 2.3.5

27

4.2.4 Waffentyp, Alle Kurzwaffen RF (handgun, rimfire, any) (4 an Pos. 2; N-4-N)

Any Rimfire-Handgun (HG), Zusammenfassung von Rimfire-Pistolen und Rimfire-Revolvern und Rimfire-KW mit Anschlagschaft, möglich sind:

HGRF-SKiA, Kennziffer 2.4.1.

HGRF-SKoA, Kennziffer 2.4.2.

HGRF-SKaA, Kennziffer 2.4.3.

HGRF-OKA, Kennziffer 2.4.4.

HGRF-AKA, Kennziffer 2.4.5

28

4.3 Waffenart, Langwaffe, Flinte / Shotgun (3 an Pos. 1)

Flinte / Shotgun (SG)

Kaliber: max. Cal 10

Munition: Vogelschrot: Schrotgröße max. 3,2 mm, Vorladung max. 36 Gramm, Blei oder Nichtbleischrote,

Slugs, beliebiges Gewicht, beliebige Geschoßform, beliebige Geschoßeigenschaften,

Einschränkung aufgrund Standzulassung bzw. in der Ausschreibung durch den Veranstalter möglich,

Lauf glatt oder gezogen,

Zylinderbohrung oder beliebige Chokeeinsätze.

29

4.3.1 Waffentyp, Einzelladerflinte mit Ejector (shotgun single ejector-operated) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Einzelladerflinte mit Ejector (SGSe), möglich sind:

SGSe-SKi, Kennziffer 3.1.1.

SGSe-SKo, Kennziffer 3.1.2.

SGSe-SKa, Kennziffer 3.1.3.

SGSe-OK, Kennziffer 3.1.4.

SGSe-AK, Kennziffer 3.1.5.

30

4.3.2 Waffentyp, Einzelladerflinte ohne Ejector (shotgun single not ejector-operated) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Einzelladerflinte ohne Ejector (SGSne), möglich sind:

SGSne-SKi, Kennziffer 3.2.1

SGSne-SKo, Kennziffer 3.2.2

SGSne-SKa, Kennziffer 3.2.3

SGSne-OK, Kennziffer 3.2.4

SGSne-AK, Kennziffer 3.2.5

31

4.3.3 Waffentyp, Einzelladerflinten (Shotgun single), alle Auswerfer (3 an Pos. 2; N-3-N)

Einzelladerflinten, alle Auswurfmechanismen (SGS), möglich sind:

SGS-SKi, Kennziffer 3.3.1.

SGS-SKo, Kennziffer 3.3.2.

SGS-SKa, Kennziffer 3.3.3.

SGS-OK, Kennziffer 3.3.4.

SGS-AK, Kennziffer 3.3.5.

32

4.3.4 Waffentyp, Repetierflinte, (shotgun manually)  (4 an Pos. 2; N-4-N)

Repetierflinte, manuell (SGm), möglich sind:

SGm-SKi, Kennziffer 3.4.1.

SGm-SKo, Kennziffer 3.4.2.

SGm-SKa, Kennziffer 3.4.3.

SGm-OK, Kennziffer 3.4.4.

SGm-AK, Kennziffer 3.4.5.

33

4.3.5 Waffentyp, Selbstladeflinte (Shotgun, semiauto) (5 an Pos. 2; N-5-N)

Selbstladeflinte (SGsa), möglich sind:

SGsa-SKi, Kennziffer 3.5.1.

SGsa-SKo, Kennziffer 3.5.2.

SGsa-SKa, Kennziffer 3.5.3.

SGsa-OK, Kennziffer 3.5.4.

SGsa-AK, Kennziffer 3.5.5.

34

4.3.6 Waffentyp, Mehrladerflinte (Shotgun multiple loading) (6 an Pos. 2; N-6-N)

 Mehrladerflinte (SGml)

= Zusammenfassung der Mehrladerflinten (selbstladend und  manuell), möglich sind:

SGml-SKi, Kennziffer 3.6.1.

SGml-SKo, Kennziffer 3.6.2.

SGml-SKa, Kennziffer 3.6.3.

SGml-OK, Kennziffer 3.6.4.

SGml-AK, Kennziffer 3.6.5.

35

4.3.7 Waffentyp, Alle Flinten  (Shotgun, any) (7 an Pos. 2; N-7-N)

Alle Flinten (SGa)

= Zusammenfassung aller Flinten, möglich sind:

SGa-SKi, Kennziffer 3.7.1.

SGa-SKo, Kennziffer 3.7.2.

SGa-SKa, Kennziffer 3.7.3.

SGa-OK, Kennziffer 3.7.4.

SGa-AK, Kennziffer 3.7.5.

36

4.4 Waffenart, Langwaffe, Büchse - Kurzwaffenzentralfeu-erpatrone (Rifle, handgun-cartridge) (4 an Pos. 1)

Büchse - Kurzwaffenzentralfeuerpatrone (RHGC)

Kaliber: mindestens 6,5 mm (0.256“), höchstens 11,52 mm (0.453“)

Hülsenlänge: mindestens 18,9 mm

Kaliber/Hülse: Kurzwaffenpatrone,

37

4.4.1 Waffentyp, Repetierbüchse Kurzwaffenzentralfeu-erpatrone (rifle, handgun-cartridge, manually) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Repetierbüchse (HGCm), BA, PA, LA, möglich sind:

RHGCm-SKi, Kennziffer 4.1.1.

RHGCm-SKo, Kennziffer 4.1.2.

RHGCm-SKa, Kennziffer 4.1.3.

RHGCm-OK, Kennziffer 4.1.4.

RHGCm-AK, Kennziffer 4.1.5.

38

4.4.2 Waffentyp, Selbstladebüchse Kurzwaffenzentralfeu-erpatrone (rifle, handgun-cartridge, semiauto) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Selbstladebüchse (RHGCsa), möglich sind:

RHGCsa-SKi, Kennziffer 4.2.1.

RHGCsa-SKo, Kennziffer 4.2.2.

RHGCsa-SKa, Kennziffer 4.2.3.

RHGCsa-OK, Kennziffer 4.2.4.

RHGCsa-AK, Kennziffer 4.2.5.

39

4.4.3 Waffentyp, alle Büchsen Kurzwaffenzentralfeu-erpatrone  (rifle, handgun-cartridge, any) (3 an Pos. 2; N-3-N)

Alle Büchsen, Selbstlader und Repetierer (RHGCa), möglich sind:

RHGCa-SKi, Kennziffer 4.3.1.

RHGCa-SKo, Kennziffer 4.3.2.

RHGCa-SKa, Kennziffer 4.3.3.

RHGCa-OK, Kennziffer 4.3.4.

RHGCa-AK, Kennziffer 4.3.5.

40

4.5 Waffenart, Langwaffe, Büchse - Langwaffenpatrone (5 an Pos. 1)

Büchse - Langwaffenzentralfeuerpatrone (R)

Kaliber: mindestens 4,4 mm (0.17“), höchstens 12,7 mm (0.5“)

Hülsenlänge: mindestens 26,9 mm

Kaliber/Hülse: Langwaffenpatrone,

41

4.5.1 Waffentyp, Repetierbüchse Langwaffenzentralfeu-erpatrone (rifle, manually) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Repetierbüchse (Rm), BA, PA, LA, möglich sind:

Rm-SKi, Kennziffer 5.1.1.

Rm-SKo, Kennziffer 5.1.2.

Rm-SKa, Kennziffer 5.1.3.

Rm-OK, Kennziffer 5.1.4.

Rm-AK, Kennziffer 5.1.5.

42

4.5.2 Waffentyp, Selbstladebüchse Langwaffenzentralfeu-erpatrone (rifle, semiauto) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Selbstladebüchse (Rsa), möglich sind:

Rsa-SKi, Kennziffer 5.2.1.

Rsa-SKo, Kennziffer 5.2.2.

Rsa-SKa, Kennziffer 5.2.3.

Rsa-OK, Kennziffer 5.2.4.

Rsa-AK, Kennziffer 5.2.5.

43

4.5.3 Waffentyp Alle Büchsen Langwaffenzentral-feuerpatrone (rifle, any) (3 an Pos. 2; N-3-N)

Alle Büchsen, Selbstlader und Repetierer (Ra), möglich sind:

Ra-SKi, Kennziffer 5.3.1.

Ra-SKo, Kennziffer 5.3.2.

Ra-SKa, Kennziffer 5.3.3.

Ra-OK, Kennziffer 5.3.4.

Ra-AK, Kennziffer 5.3.5.

44

4.6 Waffenart, Langwaffe, Büchse - Randfeuerpatrone (6 an Pos. 1)

Büchse - Randfeuerpatrone (RRF)

Kaliber:.höchstens 5,6 mm  (0.22“)

45

4.6.1 Waffentyp, Repetierbüchse - Randfeuerpatrone (rifle rimfire manually) (1 an Pos. 2; N-1-N)

Repetierbüchse (RRFm), BA, PA, LA, möglich sind:

RRFm-SKi, Kennziffer 6.1.1.

RRFm-SKo, Kennziffer 6.1.2.

RRFm-SKa, Kennziffer 6.1.3.

RRFm-OK, Kennziffer 6.1.4.

RRFm-AK, Kennziffer 6.1.5.

46

4.6.2 Waffentyp, Selbstladebüchse - Randfeuerpatrone (rifle rimfire semiauto) (2 an Pos. 2; N-2-N)

Selbstladebüchse (RRFsa), möglich sind:

RRFsa-SKi, Kennziffer 6.2.1.

RRFsa-SKo, Kennziffer 6.2.2.

RRFsa-SKa, Kennziffer 6.2.3.

RRFsa-OK, Kennziffer 6.2.4.

RRFsa-AK, Kennziffer 6.2.5.

47

4.6.3 Waffentyp Alle Büchsen - Randfeuerpatrone (rifle rimfire any) (3 an Pos. 2; N-3-N)

Alle Büchsen, Selbstlader und Repetierer (RRFa), möglich sind:

RRFa-SKi, Kennziffer 6.3.1.

RRFa-SKo, Kennziffer 6.3.2.

RRFa-SKa, Kennziffer 6.3.3.

RRFa-OK, Kennziffer 6.3.4.

RRFa-AK, Kennziffer 6.3.5.

48

Anhang 1, Zugelassene Waffen

 

Anhang 2

Beispiele für den typischen Aufbau

eines ISSA-Steel-Matches

 

-     I. Steelrack

         Es wird auf einer oder mehreren zu einem „Match“ zusammengefassten „Stages" nach dem Startsignal jeweils aus einer oder mehreren (statischen) Schießpositionen eine Anzahl von reaktiven Zielen (Plates, Popper et.c.) „auf Zeit“ beschossen.

         Die Zeitnahme endet mit Ablauf einer Maximalzeit oder einem definierten Ereignis (typischerweise Treffen des Stoppzieles), wenn das Stop-Ziel getroffen ist bzw. fällt / der letzte Schuss abgegeben wurde oder der Schütze selbst die Uhr stoppt.

Jeder Schütze schießt die Stage ein oder mehrere Male (typischerweise 3 Mal); Streichergebnisse (typischerweise 1) können gewährt werden.

Die Wertung erfolgt in den ausgeschriebenen Waffenklassen nach Zeit (Stage, Match), wenn alle Ziele regelgerecht getroffen worden sind. Stehenbleiber und Strafzeiten gibt es nicht.

Zeitbedarf pro Schütze ca. 5 Minuten pro Stage bei 3 Durchgängen.

 

 

-     II. Hanging Plates

Es werden 4 mal 6 aufgehängte Ziele benötigt, die den Treffer optisch oder akustisch signalisieren.

Schusszahl und Schießzeit sind begrenzt.

 

Die Ziele, die auf unterschiedliche Entfernungen beschossen werden, sollten die BDS-typische Plattengröße haben, nämlich 15 cm auf 10 und 15 Meter, 20 cm auf 20 und 25 Meter. Abweichend kann z.B. auch auf jede Entfernung (10, 15, 20, 25 Meter) 6 Mal dieselbe, in unterschiedlichen Entfernungen aber unterschiedliche Größe (z.B. je 1/100-tel der Entfernung) verwendet werden. 

 

Der Schütze darf auf jede Entfernung in jedem von 3 Runs 6 Schuss abgeben und hat dafür ab dem Startsignal 6 Sekunden Zeit. (18 Schuss pro Entfernung)

 

Startposition ist lawman-ready (Hand on the gun) oder low-ready (45 % abgesenkt, zielend auf einen vorgegebenen Punkt am Boden)

 

Insgesamt werden 72 Schuss pro Schütze abgegeben, die Höchstpunktzahl ist 72.

 

Zeitbedarf pro Schütze ca. 5 Minuten pro Distanz, insgesamt 20 Minuten.

 

Die Übung kann auch auf Papier geschossen werden, in diesem Fall sogar durch mehrere Schützen gemeinsam (Ablauf entspricht dann weitgehend dem der Fertigkeitsprüfung beim BDS-MD-Schießen). Wenn mehrere Schützen gemeinsam schießen, steigt der Zeitbedarf dadurch nicht.

 

 

III Shootoff

Es werden - von jeweils 2 Schützen jeweils gleichzeitig - eine symmetrisch identische Anzahl von mindestens 5 reaktiven Zielen (optische Trefferanzeige) beschossen. Es gibt hierbei eine definierte, zuletzt zu Fall zu bringendes Ziel.

Es gewinnt der Schütze den String, der das letzte Ziel, nachdem der alle anderen Ziele getroffen hat, vor dem Mitbewerber zu Fall bringt.

Es gewinnt der Schütze den Direktvergleich, der als erster die ausgeschriebene Anzahl von Strings (2 oder 3) gewonnen hat.

Der Matchwinner und die Platzierten werden innerhalb einer Squad im Modus „jeder gegen jeden“ aus den Direktvergleichsergebnissen ermittelt, bei mehreren Squads in einem oder mehreren Finals.

 

Zeitbedarf pro Direktvergleich ca. 5 Minuten; Squad mit 8 Schützen (jeder schießt 7 mal) ca. 90 - 120 Minuten.

 

 

IV. Freie Wettbewerbe

Nachdem das Reglement keine spezifischen Wettbewerbsaufbauten festschreibt, kann die jeweilige Ausschreibung im Rahmen des Regelwerkes innovativ werden und den Schützen mit verschiedenen Waffen und auch auf große Distanzen attraktive und variable Wettbewerbe und ohne Bewegung des Schützen in Zielrichtung anbieten.

Insbesondere der Einbau von Präzisionselementen durch die Verwendung kleiner Ziele führt zu einer erkennbar schiesssportlich ambitionierten sehr interessanten Gestaltungsfreiheit, die variable Stages ermöglicht und zielgerichtet vom bloßem „Schnellschießen“ weg und zum präzisen Schießen hinführt sowie dem Schützen eine ausgewogene vielseitige Fertigkeitsprüfung auferlegt. Gleichzeitig wird der Schütze zu überlegtem Stageplanning angehalten, wenn es für die gestellte Aufgabe mehrere Lösungsmöglichkeiten gibt.

 

Link zum Regelwerk der ISSA, German Chapter:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zum allgemeinen Regelwerk des BDS:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zur Seite www.INTERNATIONALSTEELSHOOT.com: